Donator-Akzeptor-Prinzip einfach erklärt: Säuren & Basen
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Stell dir vor, du spielst mit einer Freundin oder einem Freund Fangen. Einer von euch wirft den Ball, der andere fängt ihn auf. Ohne Werfer gibt es keinen Fänger – und umgekehrt. Beide müssen zusammenarbeiten, damit das Spiel funktioniert.

In der Chemie spielen Moleküle beim Donator-Akzeptor-Prinzip in Säure-Base-Reaktionen ein ganz ähnliches Spiel! Sie werfen sich allerdings keine Bälle zu, sondern winzige Teilchen. In diesem Artikel lernst du, wie Säuren und Basen zusammenarbeiten, indem sie ein bestimmtes Teilchen hin- und hergeben, und wie wir die Mitspieler in diesem chemischen Spiel benennen.
Schnellantwort
Das Donator-Akzeptor-Prinzip in Säure-Base-Reaktionen beschreibt den Austausch von Protonen (-Ionen) zwischen Molekülen. Eine Säure wirkt als Protonendonator (Spender) und gibt ein Proton ab, während eine Base als Protonenakzeptor (Empfänger) fungiert und dieses Proton aufnimmt. Diese Reaktion nennt man auch Protonenübertragungsreaktion.
Vorwissen
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Das Wasserstoff-Ion (): Ein normales Wasserstoffatom besteht aus einem Proton und einem Elektron. Wenn es sein Elektron verliert, bleibt nur das Proton übrig. Deshalb nennt man das -Ion in der Chemie oft einfach Proton.
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Chemische Formeln lesen: Du solltest wissen, aus welchen Atomen Moleküle bestehen.
Beispiel: (Chlorwasserstoff) besteht aus einem Wasserstoffatom (H) und einem Chloratom (Cl).
Aufgabentyp 1: Definition von Säuren und Basen
Um zu verstehen, was bei einer Säure-Base-Reaktion passiert, müssen wir zwei neue Begriffe lernen, die aus dem Lateinischen kommen:
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Donator bedeutet „Spender“ oder „Abgeber“.
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Akzeptor bedeutet „Empfänger“ oder „Aufnehmer“.
In der Chemie ist das Teilchen, das gespendet und empfangen wird, das Proton (also das -Ion). Damit können wir Säuren und Basen ganz einfach definieren:
Eine Säure ist ein Protonendonator. Sie hat ein übrig und gibt es ab.
Eine Base ist ein Protonenakzeptor. Sie hat Platz und nimmt das auf.

Weil das Proton von der Säure zur Base wandert, nennt man eine Säure-Base-Reaktion auch Protonenübertragungsreaktion. Die Säure kann das Proton nur abgeben, wenn gleichzeitig eine Base da ist, die es aufnimmt. Sie arbeiten immer als Team!
Aufgabentyp 2: Bestimmung korrespondierender Säure-Base-Paare
Schauen wir uns dieses Teamwork an einem echten Beispiel an: Die Reaktion von Chlorwasserstoff () mit Wasser ().
Die Reaktionsgleichung sieht so aus:
Was passiert hier genau? Das gibt sein Proton ab. Es ist also der Spender (Säure 1). Das Wasser () fängt das Proton auf. Es ist also der Empfänger (Base 2).

Wenn die Säure ihr Proton abgegeben hat, bleibt ein Rest übrig (das ). Dieser Rest könnte theoretisch wieder ein Proton aufnehmen. Deshalb nennt man diesen Rest die korrespondierende Base 1. „Korrespondierend“ ist ein Fachwort und bedeutet einfach „dazugehörend“ oder „Partner“.
So entstehen zwei feste Partner-Paare (Vorher und Nachher):
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Paar 1: (Säure 1) und (Base 1)
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Paar 2: (Base 2) und (Säure 2)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Mit diesem Plan kannst du in jeder Reaktionsgleichung die Partner finden:
- Schritt 1: Das wandernde Proton aufspüren: Vergleiche die linke Seite (Vorher) mit der rechten Seite (Nachher). Welches Molekül hat rechts ein weniger? Welches hat ein mehr?
- Schritt 2: Säure 1 und Base 2 bestimmen: Das Teilchen auf der linken Seite, das ein abgibt, nennst du Säure 1. Das Teilchen auf der linken Seite, das das aufnimmt, nennst du Base 2.
- Schritt 3: Die Partner auf der rechten Seite zuordnen: Suche den Rest von Säure 1 auf der rechten Seite. Das ist die Base 1. Suche das Teilchen, das aus Base 2 entstanden ist. Das ist die Säure 2.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Bestimme die korrespondierenden Säure-Base-Paare für die Reaktion von Ammoniak () mit Wasser ():
- Schritt 1Das wandernde Proton aufspüren
Wir vergleichen Vorher und Nachher: wird zu . Es hat also ein dazubekommen. wird zu . Es hat also ein verloren.
- Schritt 2Säure 1 und Base 2 bestimmen
Weil das Wasser () das Proton abgibt, ist es der Donator. Also ist die Säure 1.
Weil Ammoniak () das Proton aufnimmt, ist es der Akzeptor. Also ist die Base 2.
- Schritt 3 · ErgebnisDie Partner auf der rechten Seite zuordnen
Der Rest von Wasser (Säure 1) ist . Das ist die Base 1.
Das entstandene Teilchen aus Ammoniak (Base 2) ist . Das ist die Säure 2.
Die Paare lauten also:
- Paar 1: (Säure 1) / (Base 1)
- Paar 2: (Base 2) / (Säure 2)
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Quizfrage 1 zu Donator
Wie wird das -Ion in der Chemie laut dem Artikel häufig genannt?
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Nur mit AccountWie wird eine Säure nach dem Donator-Akzeptor-Prinzip definiert?
Übungsaufgabe zu Donator
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- Eine Säure ist ein Protonen-Spender (Donator).
- Eine Base ist ein Protonen-Empfänger (Akzeptor).
- Eine Säure-Base-Reaktion ist immer eine Protonenübertragungsreaktion.
- Zu jeder Säure gehört eine Partner-Base auf der anderen Seite der Reaktionsgleichung. Zusammen bilden sie ein korrespondierendes Säure-Base-Paar (Säure 1 / Base 1).
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Häufige Fragen
Was ist das Donator-Akzeptor-Prinzip in Säure-Base-Reaktionen?
Das Donator-Akzeptor-Prinzip beschreibt, wie bei einer Säure-Base-Reaktion ein Proton (ein H⁺-Ion) von einem Molekül zum anderen wandert. Die Säure gibt das Proton ab, die Base nimmt es auf. Ohne den einen Partner kann der andere nicht reagieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Donator und einem Akzeptor?
Ein Donator (Spender) ist in der Chemie ein Teilchen, das etwas abgibt – bei Säuren ist das ein Proton. Ein Akzeptor (Empfänger) ist das Teilchen, das dieses Proton aufnimmt. Säuren sind also Protonendonatoren, Basen sind Protonenakzeptoren.
Wie bestimmt man korrespondierende Säure-Base-Paare?
Um korrespondierende Säure-Base-Paare zu finden, vergleichst du die linke und rechte Seite der Reaktionsgleichung. Das Teilchen, das ein Proton abgibt, ist die Säure 1. Sein Rest auf der rechten Seite ist die korrespondierende Base 1. Das Teilchen, das das Proton aufnimmt, ist Base 2, und das daraus entstehende Produkt ist Säure 2.
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