Grundlagen der Chromatographie einfach erklärt: Trennverfahren
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Wenn du die Grundlagen der Chromatographie verstehen möchtest, stell dir vor, du bist ein Detektiv und hast einen Erpresserbrief gefunden. Du hast drei Verdächtige, und jeder von ihnen besitzt einen schwarzen Filzstift. Wie findest du heraus, mit welchem Stift der Brief geschrieben wurde? Alle Stifte schreiben schwarz, aber die Chemie kennt einen Trick, um sie zu unterscheiden!

In diesem Artikel lernst du ein faszinierendes Verfahren kennen, mit dem Chemiker und Kriminalbiologen scheinbar einheitliche Stoffe in ihre versteckten Einzelteile zerlegen können. Du wirst sehen, dass Schwarz nicht immer einfach nur Schwarz ist.
Vorwissen
Bevor wir uns die Grundlagen der Chromatographie genauer ansehen, solltest du folgende Begriffe kennen:
- Reinstoffe und Stoffgemische: Ein Reinstoff besteht nur aus einer einzigen Stoffart. Ein Stoffgemisch besteht aus mehreren verschiedenen Stoffen, die miteinander vermischt sind. Beispiel: Reines Wasser ist ein Reinstoff. Salzwasser ist ein Stoffgemisch aus Wasser und Salz.
- Trennverfahren: Methoden, um die einzelnen Bestandteile eines Stoffgemisches wieder voneinander zu trennen. Beispiel: Durch das Verdampfen von Salzwasser (Destillation) kann man das feste Salz vom flüssigen Wasser trennen.
Aufgabentyp 1: Was ist Chromatographie?
Die Chromatographie ist ein spezielles physikalisches Trennverfahren für Stoffgemische. Mit dieser Methode kann man Gemische auftrennen, die aus verschiedenen, oft sehr ähnlichen Stoffen bestehen – zum Beispiel verschiedene Farbstoffe in einer Tinte.
Der Name klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach zu übersetzen. Er stammt aus dem Griechischen: chroma bedeutet „Farbe“ und graphein bedeutet „schreiben“. Übersetzt heißt es also „Farbschreiben“.
Dieser Name kommt daher, dass Wissenschaftler die Methode ganz am Anfang benutzt haben, um die grünen und gelben Farbstoffe aus Pflanzenblättern voneinander zu trennen. Heute nutzt man die Chromatographie für viele verschiedene Stoffe, aber das Prinzip ist immer noch dasselbe: Ein scheinbar einheitliches Gemisch wird in seine einzelnen, oft bunten Bestandteile zerlegt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Bereite das Trennmedium (z. B. Filterpapier) vor.
- Trage das zu untersuchende Stoffgemisch auf.
- Stelle das Medium in ein geeignetes Lösungsmittel.
- Beobachte, wie das Lösungsmittel aufsteigt und die Stoffe trennt.
- Werte das entstandene Chromatogramm aus.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Das Geheimnis der schwarzen Tinte: Wir beweisen, dass schwarze Tinte kein Reinstoff, sondern ein Stoffgemisch ist. Du benötigst 1 Streifen Filterpapier, 1 schwarzen wasserlöslichen Filzstift, 1 Becherglas und etwas Wasser.
- Schritt 1Vorbereitung
Male mit dem schwarzen Filzstift einen dicken Punkt auf das Filterpapier (etwa 2 cm vom unteren Rand entfernt).
- Schritt 2Aufbau
Fülle das Becherglas ca. 1 cm hoch mit Wasser.
- Schritt 3DurchführungStelle das Filterpapier senkrecht in das Glas. Der schwarze Punkt darf das Wasser dabei nicht berühren!

Filterpapier im Becherglas - Schritt 4 · ErgebnisBeobachtungDas Wasser saugt sich im Papier nach oben. Sobald es den schwarzen Punkt erreicht, nimmt es die Farbe mit. Die schwarze Farbe „verläuft“ und teilt sich plötzlich in verschiedene Farben auf, zum Beispiel in Blau, Rot und Gelb.

Chromatogramm mit getrennten Farben
Die schwarze Tinte ist in Wirklichkeit ein Stoffgemisch aus verschiedenen bunten Farbstoffen. Durch die Chromatographie werden diese Farbstoffe voneinander getrennt und einzeln sichtbar gemacht.
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Quizfrage 1 zu Grundlagen der Chromatographie
Wie wird reines Wasser im Gegensatz zu Salzwasser in den Grundlagen der Chemie bezeichnet?
Quizfrage 2 zu Grundlagen der Chromatographie
Nur mit AccountWas bedeutet der Begriff Chromatographie wörtlich aus dem Griechischen übersetzt?
Übungsaufgabe zu Grundlagen der Chromatographie
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Papier- vs. Dünnschichtchromatographie
Für die Chromatographie braucht man immer ein Material, auf dem die Stoffe aufgetrennt werden können. Je nachdem, welches Material man verwendet, unterscheidet man zwei wichtige Arten:
- Papierchromatographie: Hier verwendet man, wie in unserem Experiment, einen ganz normalen Streifen Filterpapier. Das Papier dient als Trennmedium. Es ist günstig und einfach zu verwenden.
- Dünnschichtchromatographie (DC): Bei dieser Methode verwendet man kein Papier. Stattdessen nutzt man eine feste Platte (meist aus Glas, Metall oder Kunststoff). Diese Platte ist mit einer hauchdünnen Schicht eines speziellen Materials überzogen. Dieses Material ist oft ein feines Pulver wie Cellulose oder Kieselgel.

Beide Methoden funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Eine Flüssigkeit wandert über das Material und nimmt die verschiedenen Stoffe (wie die Farbpunkte) unterschiedlich weit mit. Die Dünnschichtchromatographie wird oft in professionellen Laboren verwendet, weil die spezielle Pulverschicht die Stoffe noch genauer und sauberer trennen kann als normales Papier.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Chromatographie ist ein physikalisches Trennverfahren für Stoffgemische.
- Sie macht sichtbar, dass scheinbar einheitliche Stoffe (wie schwarze Tinte) oft aus mehreren verschiedenen Bestandteilen bestehen.
- Bei der Papierchromatographie wird normales Filterpapier als Trennmedium genutzt.
- Bei der Dünnschichtchromatographie nutzt man eine feste Platte, die mit einer dünnen Schicht (z. B. Kieselgel oder Cellulose) beschichtet ist.
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Häufige Fragen
Was sind die Grundlagen der Chromatographie?
Die Chromatographie ist ein physikalisches Trennverfahren, mit dem Chemiker Stoffgemische in ihre einzelnen Bestandteile zerlegen. Der Begriff bedeutet übersetzt „Farbschreiben“. Man nutzt sie beispielsweise, um zu zeigen, dass schwarze Tinte aus vielen verschiedenen bunten Farbstoffen besteht.
Wie funktioniert die Papierchromatographie?
Bei der Papierchromatographie dient ein normales Filterpapier als Trennmedium. Du trägst das Stoffgemisch als Punkt auf das Papier auf und stellst es in ein Lösungsmittel (wie Wasser). Das Wasser zieht im Papier nach oben und nimmt die verschiedenen Bestandteile unterschiedlich weit mit, wodurch sie getrennt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Papier- und Dünnschichtchromatographie?
Der Hauptunterschied liegt im verwendeten Material. Die Papierchromatographie nutzt einfaches Filterpapier und ist sehr günstig. Die Dünnschichtchromatographie (DC) verwendet hingegen eine feste Platte aus Glas oder Kunststoff, die mit einer feinen Pulverschicht (z. B. Kieselgel) überzogen ist. Sie trennt Stoffe noch genauer und wird oft in professionellen Laboren eingesetzt.
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