Grundlagen der Löslichkeit einfach erklärt: Temperatur & Sättigung
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Hast du schon einmal versucht, dir einen Eistee zu machen, indem du einen Teebeutel in eiskaltes Wasser hängst? Das dauert ewig und schmeckt nach fast nichts! Wenn du stattdessen heißes Wasser nimmst, färbt sich das Wasser sofort und der Tee duftet herrlich.

In dieser Lektion schauen wir uns die Grundlagen der Löslichkeit an. Wir werden herausfinden, warum die Temperatur so einen großen Unterschied macht. Außerdem lernst du, wie man durch ein einfaches Experiment ganz genau berechnen kann, wie viel Salz maximal in ein Glas Wasser passt, bevor es einfach auf den Boden sinkt.
Vorwissen
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Lösungsmittel und gelöster Stoff: Ein Stoff verschwindet scheinbar in einer Flüssigkeit.
Beispiel: Zuckerwasser besteht aus dem Lösungsmittel Wasser und dem gelösten Stoff Zucker.
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Das Teilchenmodell: Alle Stoffe bestehen aus winzigen Teilchen, die sich ständig bewegen.
Beispiel: In warmem Wasser bewegen sich die Wasserteilchen schneller als in kaltem Wasser.
Aufgabentyp 1: Einfluss der Temperatur und Quantifizierung der Löslichkeit
Wenn wir die Grundlagen der Löslichkeit untersuchen, spielt die Temperatur eine zentrale Rolle. Wenn wir einen Stoff in Wasser geben, können wir oft sehen oder schmecken, dass er sich löst. Ein Früchtetee färbt das Wasser rot und schmeckt süß-säuerlich. Aber warum geht das mit heißem Wasser viel schneller?

In heißem Wasser bewegen sich die Wasserteilchen viel schneller. Sie stoßen heftiger gegen den Stoff und reißen dessen Teilchen schneller mit sich. Deshalb lösen sich Stoffe in heißem Wasser im Allgemeinen schneller als in kaltem Wasser.
Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied zwischen einem Gemisch wie Tee und einem Reinstoff wie Kochsalz. Ein Teeblatt ist ein Gemisch aus vielen verschiedenen Stoffen. Im Wasser lösen sich nur bestimmte Farb- und Aromastoffe heraus, während das Blatt selbst übrig bleibt. Kochsalz hingegen ist ein Reinstoff. Wenn du genug Wasser hast, löst sich das Salzkorn komplett auf und verschwindet scheinbar völlig.
Auch wenn sich ein Reinstoff wie Kochsalz komplett auflösen kann, gibt es eine Grenze. Du kannst nicht unendlich viel Salz in ein kleines Glas Wasser rühren. Irgendwann ist das Wasser quasi "satt" und kann keine weiteren Salzteilchen mehr aufnehmen.

Wenn diese Höchstgrenze erreicht ist, sinken die neu hinzugegebenen Salzkristalle einfach auf den Boden und bleiben dort liegen, egal wie lange du rührst. Diese Grenze nennen wir die maximale Löslichkeit.
Um diese Grenze genau zu bestimmen (zu quantifizieren), können wir ein Experiment machen. Wir wiegen das Wasser vorher und geben dann schrittweise Salz hinzu, bis ein Rest am Boden bleibt. Durch erneutes Wiegen können wir genau berechnen, wie viel Salz sich gelöst hat. Um die Ergebnisse besser vergleichen zu können, rechnen Chemiker diese Menge meistens auf ein Standardvolumen von Wasser hoch.
Bestimmung der Löslichkeit von Kochsalz
Ziel: Wir finden heraus, wie viel Gramm Kochsalz sich maximal in Wasser lösen lassen.
Materialien: Reagenzglas, Wasser, Kochsalz, Spatellöffel, elektronische Waage.
⚠️ Sicherheitshinweis: Auch wenn Kochsalz harmlos ist, dürfen im Chemieraum grundsätzlich keine Stoffe probiert oder getrunken werden.
Durchführung:
- Fülle Wasser in das Reagenzglas.
- Stelle das Reagenzglas auf die Waage und notiere die Startmasse.
- Gib mit dem Spatellöffel eine kleine Portion Kochsalz in das Wasser und schüttle kräftig, bis es unsichtbar wird.
- Wiederhole die Zugabe, bis sich das Salz nicht mehr auflöst und Kristalle am Boden liegen bleiben.

- Stelle das Reagenzglas wieder auf die Waage und notiere die Endmasse.
Beobachtung: Am Anfang verschwindet das weiße Salzpulver beim Schütteln komplett. Nach einigen Löffeln bleibt jedoch ein weißer Bodensatz im Reagenzglas zurück, der sich nicht mehr auflöst.
Erklärung: Das Wasser hat seine maximale Aufnahmekapazität erreicht. Die Differenz zwischen der Endmasse und der Startmasse ist genau die Masse des gelösten Salzes.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Masse des gelösten Stoffes berechnen: Ziehe die Startmasse (nur Behälter und Wasser) von der Endmasse (Behälter, Wasser und gelöstes Salz) ab.
- Auf 100 ml hochrechnen: Da wir das Experiment oft mit nur Wasser machen, müssen wir das Ergebnis mit multiplizieren, um die Löslichkeit für zu erhalten.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Ein Schüler führt das Experiment mit Wasser durch. Die Startmasse (Reagenzglas + Wasser) beträgt . Nachdem er so lange Salz hinzugegeben hat, bis es sich nicht mehr löst, beträgt die Endmasse (Reagenzglas + Wasser + gelöstes Salz) genau . Berechne die Löslichkeit des Kochsalzes in Gramm pro Wasser.
- Schritt 1Masse des gelösten Stoffes berechnen
Wir berechnen zuerst, wie viel Salz sich in den gelöst hat: Es haben sich also Salz in Wasser gelöst.
- Schritt 2 · ErgebnisAuf 100 ml hochrechnen
Um herauszufinden, wie viel in passt, multiplizieren wir den Wert mit :
Die Löslichkeit von Kochsalz beträgt pro Wasser. Das ist ein realistischer Wert, da sich in einem halben Glas Wasser (ca. ) problemlos ein paar Esslöffel Salz lösen lassen.
Quiz zu Grundlagen der Löslichkeit: Teste dein Wissen
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Quizfrage 1 zu Grundlagen der Löslichkeit
Warum lösen sich Stoffe in heißem Wasser im Allgemeinen schneller auf als in kaltem Wasser?
Quizfrage 2 zu Grundlagen der Löslichkeit
Nur mit AccountWelchen Unterschied beschreibt der Artikel beim Auflösen von Tee im Vergleich zu Kochsalz?
Übungsaufgabe zu Grundlagen der Löslichkeit
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- In heißem Wasser lösen sich Stoffe schneller als in kaltem Wasser, weil sich die Teilchen schneller bewegen.
- Bei Gemischen (wie Tee) lösen sich nur bestimmte Bestandteile, während sich Reinstoffe (wie Salz) komplett auflösen können.
- Es gibt eine maximale Grenze für die Löslichkeit: Ist das Wasser gesättigt, bleibt ungelöster Stoff am Boden zurück.
- Die Löslichkeit wird oft in Gramm pro Wasser angegeben, um sie besser vergleichen zu können.
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Häufige Fragen
Was ist die Löslichkeit?
Die Löslichkeit gibt an, wie viel von einem bestimmten Stoff (zum Beispiel Salz oder Zucker) sich maximal in einem Lösungsmittel (wie Wasser) auflösen lässt. Ist diese Grenze erreicht, ist die Lösung gesättigt und weiterer Stoff sinkt einfach als Bodensatz nach unten.
Warum lösen sich Stoffe in heißem Wasser schneller?
In heißem Wasser bewegen sich die Wasserteilchen viel schneller als in kaltem. Sie stoßen dadurch häufiger und heftiger gegen den zu lösenden Stoff und reißen dessen Teilchen schneller mit sich. Deshalb ist dein Tee mit heißem Wasser viel schneller fertig.
Wie berechnet man die Löslichkeit auf 100 ml?
Um die Löslichkeit vergleichbar zu machen, wird sie oft auf 100 ml hochgerechnet. Wenn du ein Experiment mit 10 ml Wasser machst, berechnest du zuerst die Masse des gelösten Stoffes. Anschließend multiplizierst du diesen Wert einfach mit 10, um die Menge für 100 ml zu erhalten.
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