Laborgeräte und chemische Gefahren einfach erklärt: GHS & Co.
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Stell dir vor, du bist ein Meisterkoch. Um ein perfektes Gericht zu zaubern, brauchst du die richtigen Werkzeuge: Töpfe, Pfannen und Messbecher. Wenn du stattdessen eine Suppe in einer flachen Pfanne kochen würdest, gäbe es eine riesige Sauerei!

Im Chemielabor ist es genau wie in einer Küche, nur dass wir hier nicht mit Mehl und Zucker arbeiten, sondern mit spannenden Chemikalien. Dafür brauchen wir spezielles „Geschirr“, die sogenannten Laborgeräte. Außerdem haben manche unserer „Zutaten“ besondere Eigenschaften: Sie können ätzend sein oder leicht brennen. Damit uns nichts passiert, gibt es internationale Warnschilder. In diesem Artikel lernst du alles über Laborgeräte und chemische Gefahren, kennst dein Handwerkszeug und erfährst, wie du Gefahren auf den ersten Blick erkennst.
Vorwissen
- Sicherheitsregeln: Im Labor gelten besondere Regeln, um Unfälle zu vermeiden. Beispiel: Wir tragen immer eine Schutzbrille und binden lange Haare zusammen.
- Der Gasbrenner: Ein Gerät, um Stoffe stark zu erhitzen. Beispiel: Mit der rauschenden Flamme des Gasbrenners können wir Wasser sehr schnell zum Kochen bringen.
Aufgabentyp 1: Laborgeräte und GHS-Gefahrensymbole
Um Experimente sicher durchzuführen, benutzen wir spezielles Werkzeug aus hitzebeständigem Glas oder Metall. Jedes Gerät hat eine ganz bestimmte Aufgabe.

Hier sind die wichtigsten Geräte, die du kennen musst:
- Becherglas: Es sieht aus wie ein normaler Trinkbecher mit einem kleinen Ausguss. Wir nutzen es, um Flüssigkeiten aufzufangen, grob abzumessen oder zu vermischen.
- Erlenmeyerkolben: Dieses Glasgefäß hat einen breiten Boden und wird nach oben hin schmaler (wie ein Vulkan). Durch den engen Hals spritzt nichts heraus, wenn wir Flüssigkeiten darin schwenken und mischen.
- Reagenzglas: Ein kleines, fingerdickes Glasrohr. Es ist perfekt, um kleine Mengen von Stoffen zu untersuchen oder kurz über dem Gasbrenner zu erhitzen.
- Messzylinder: Ein hohes, schmales Gefäß mit vielen feinen Strichen (einer Skala). Damit können wir das Volumen von Flüssigkeiten ganz genau abmessen.
- Pipette: Ein kleines Saugrohr. Wir benutzen sie, um Flüssigkeiten tropfenweise hinzuzufügen.
- Spatel: Ein kleiner Löffel aus Metall. Er hilft uns, feste Stoffe (wie Pulver) aus einer Dose zu holen, ohne sie mit den Fingern berühren zu müssen.
Viele Chemikalien können gefährlich sein, wenn man sie falsch behandelt. Damit jeder auf der ganzen Welt sofort weiß, welche Gefahr droht, gibt es ein internationales System: das GHS (Globally Harmonized System). Es besteht aus insgesamt 9 Symbolen (Piktogrammen), die immer als rotes Quadrat auf der Spitze stehen.

Hier sind die wichtigsten Symbole, die du für den Anfang kennen musst:
- GHS01 (Explodierende Bombe): Der Stoff ist explosiv. Er kann bei Stößen oder Hitze explodieren.
- GHS03 (Flamme über einem Kreis): Der Stoff wirkt oxidierend (entzündend). Er brennt vielleicht nicht selbst, bringt aber andere Stoffe heftig zum Brennen.
- GHS04 (Gasflasche): Hier sind Gase unter Druck eingesperrt. Wenn die Flasche beschädigt wird, kann sie wie eine Rakete durch den Raum schießen.
- GHS05 (Ätzwirkung): Der Stoff ist ätzend. Er zerstört Metalle und verursacht schwere Verätzungen auf der Haut (wie starke Putzmittel).
- GHS06 (Totenkopf mit gekreuzten Knochen): Der Stoff hat eine akute Toxizität (er ist extrem giftig). Schon kleine Mengen können tödlich sein.
- GHS08 (Gesundheitsgefahr): Das Symbol zeigt einen Menschen mit einem Stern auf der Brust. Der Stoff kann langfristig krank machen, zum Beispiel krebserzeugend sein oder das Erbgut verändern.
- GHS09 (Umwelt): Das Symbol zeigt einen toten Baum und einen toten Fisch. Der Stoff ist gewässergefährdend und darf niemals in den Abfluss gegossen werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn du im Labor eine Flasche mit einer Chemikalie bekommst, gehst du immer nach diesem Plan vor:
- Schritt 1: Gefahrensymbol prüfen – Schau dir das rote GHS-Symbol auf der Flasche an. Überlege, was es bedeutet (z. B. Totenkopf = giftig).
- Schritt 2: Schutzmaßnahmen ergreifen – Entscheide, wie du dich schützen musst. Bei einem ätzenden Stoff (GHS05) brauchst du unbedingt eine Schutzbrille und darfst den Stoff nicht mit der Haut berühren.
- Schritt 3: Passendes Laborgerät auswählen – Überlege, was du tun sollst. Musst du genau abmessen? Nimm den Messzylinder. Musst du schwenken und mischen? Nimm den Erlenmeyerkolben. Benutze einen Spatel oder eine Pipette, um den Stoff aus der Flasche zu holen.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Du sollst für ein Experiment exakt Wasser abmessen und es danach mit einem Pulver vermischen, indem du das Gefäß kräftig schwenkst. Welche zwei Laborgeräte wählst du dafür aus?
- Schritt 1Gerät zum Abmessen finden
Um eine Flüssigkeit exakt abzumessen, reicht ein Becherglas nicht aus. Wir benötigen ein Gerät mit einer feinen Skala. Das ist der Messzylinder.
- Schritt 2 · ErgebnisGerät zum Schwenken finden
Um eine Flüssigkeit kräftig zu schwenken, ohne dass etwas herausspritzt, brauchen wir ein Gefäß, das oben schmaler wird.
Du wählst den Messzylinder zum genauen Abmessen der und den Erlenmeyerkolben, um das Wasser und das Pulver sicher zu schwenken und zu mischen.
Quiz zu Laborgeräte und chemische Gefahren: Teste dein Wissen
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Quizfrage 1 zu Laborgeräte und chemische Gefahren
Wofür wird der Gasbrenner im Chemielabor verwendet?
Quizfrage 2 zu Laborgeräte und chemische Gefahren
Nur mit AccountMit welchem Laborgerät lässt sich das Volumen von Flüssigkeiten ganz genau abmessen?
Übungsaufgabe zu Laborgeräte und chemische Gefahren
Nur mit AccountBeispiel 2
Auf einer Flasche mit einem flüssigen Rohrreiniger siehst du das Symbol GHS05 (zwei Reagenzgläser, aus denen Tropfen auf ein Stück Metall und eine Hand fallen). Wie heißt diese Gefahrenklasse und was bedeutet das für deinen Umgang damit?
- Schritt 1Gefahrensymbol prüfen
Das Symbol GHS05 steht für die Gefahrenklasse „Ätzwirkung“.
- Schritt 2 · ErgebnisBedeutung für den Umgang ableiten
Ätzend bedeutet, dass der Stoff Materialien (wie Metall) und menschliche Haut zerstören kann.
Der Stoff ist ätzend. Das bedeutet, du musst extrem vorsichtig sein, unbedingt eine Schutzbrille tragen und darfst die Flüssigkeit auf keinen Fall mit der bloßen Haut berühren.
Wichtige Erkenntnisse
- Becherglas und Erlenmeyerkolben nutzt man zum Auffangen und Mischen von Stoffen.
- Der Messzylinder ist das einzige Gerät, um Flüssigkeiten exakt abzumessen.
- GHS-Symbole sind rote Rauten, die weltweit vor Gefahren warnen.
- Wichtige Symbole sind z. B. der Totenkopf (giftig), die explodierende Bombe (explosiv) und das Ätz-Symbol (zerstört Haut und Metall).
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Häufige Fragen
Was sind Laborgeräte und chemische Gefahren?
Laborgeräte sind spezielle Werkzeuge aus hitzebeständigem Glas oder Metall, die im Chemielabor verwendet werden, wie das Becherglas oder der Erlenmeyerkolben. Chemische Gefahren entstehen durch die Eigenschaften der verwendeten Stoffe, die beispielsweise ätzend oder giftig sein können. Um diese weltweit einheitlich zu kennzeichnen, gibt es die GHS-Gefahrensymbole.
Wofür benutzt man einen Erlenmeyerkolben?
Ein Erlenmeyerkolben hat einen breiten Boden und wird nach oben hin schmaler. Durch diese Form eignet er sich perfekt, um Flüssigkeiten zu schwenken und zu mischen, ohne dass etwas herausspritzt.
Was bedeutet das GHS-Symbol mit dem Totenkopf?
Das GHS-Symbol mit dem Totenkopf und gekreuzten Knochen (GHS06) warnt vor akuter Toxizität. Das bedeutet, dass der Stoff extrem giftig ist und schon kleine Mengen tödlich sein können. Beim Umgang sind höchste Sicherheitsvorkehrungen nötig.
Welches Laborgerät brauche ich zum exakten Abmessen?
Um das Volumen von Flüssigkeiten ganz genau abzumessen, benutzt du einen Messzylinder. Er ist hoch, schmal und besitzt eine feine Skala. Ein Becherglas ist dafür zu ungenau und dient nur dem groben Abschätzen.
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