Methan einfach erklärt: Eigenschaften, Vorkommen & Verwendung
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Hast du schon einmal gehört, dass Kühe beim Rülpsen ein Gas ausstoßen, das unser Klima beeinflusst? Oder hast du dich gewundert, womit die blaue Flamme auf einem Gasherd eigentlich brennt? Beide Phänomene haben mit ein und demselben unsichtbaren Gas zu tun: Methan.

In dieser Lektion wirst du lernen, was Methan genau ist, warum es gleichzeitig ein nützlicher Brennstoff und eine gefährliche Explosionsquelle sein kann, und wie wir es heute sogar absichtlich aus Abfällen herstellen.
Vorwissen
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Dichte: Stoffe mit einer geringeren Dichte als Luft steigen nach oben.
Beispiel: Ein mit Helium gefüllter Ballon schwebt nach oben, weil Helium leichter als Luft ist.
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Treibhauseffekt: Bestimmte Gase in der Atmosphäre halten die Wärmestrahlung der Sonne auf der Erde fest.
Beispiel: Kohlenstoffdioxid () sorgt dafür, dass die Erde warm bleibt, aber zu viel davon führt zur Erderwärmung.
Aufgabentyp 1: Eigenschaften und Brennbarkeit von Methan
Methan ist ein Gas, das man weder sehen noch riechen kann. Es ist farblos und geruchlos. Außerdem hat es eine geringere Dichte als Luft. Das bedeutet, es ist leichter als Luft und steigt nach oben, wenn es freigesetzt wird.
Die wichtigste chemische Eigenschaft von Methan ist, dass es brennbar ist. Wenn reines Methan aus einer Leitung strömt und angezündet wird, brennt es ganz ruhig mit einer blauen Flamme.
Gefährlich wird es jedoch, wenn sich Methan mit der Luft (genauer gesagt mit dem Sauerstoff in der Luft) vermischt. Ein solches Methan-Luft-Gemisch ist hochexplosiv! Ein winziger Funke reicht aus, um eine gewaltige Explosion auszulösen.

Alltagsbezug: In Wohngebieten kann ein unbemerktes Austreten von Erdgas (welches fast nur aus Methan besteht) zu schweren Gasexplosionen führen. Damit wir das eigentlich geruchlose Gas rechtzeitig bemerken, mischen die Stadtwerke absichtlich einen extrem übel riechenden Duftstoff bei. Auch im Kohlebergbau ist Methan gefürchtet: Dort tritt es als sogenanntes Grubengas aus der Kohle aus. Vermischt es sich mit der Luft im Bergwerk, kann es zu den berüchtigten „Schlagwetterexplosionen“ kommen.
Merksatz: Reines Methan ist brennbar; ein Methan-Luft-Gemisch ist explosiv.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Führe das Experiment „Die explodierende Dose“ durch, um den Unterschied zwischen brennendem reinem Methan und einem explosiven Methan-Luft-Gemisch zu sehen. Materialien: Eine leere Metalldose mit einem kleinen Loch im Deckel und einem Loch im Boden, Methangas, Feuerzeug. ⚠️ Sicherheitshinweis: Nur als Lehrerversuch! Schutzbrille und Gehörschutz tragen. Ausreichend Abstand halten, da der Deckel der Dose mit Wucht wegfliegen kann. Durchführung: 1. Das Loch im Boden der Dose wird zugehalten und die Dose wird von unten komplett mit reinem Methangas gefüllt. 2. Das Methan wird am oberen Loch im Deckel angezündet. 3. Das untere Loch wird geöffnet.

- Schritt 1Beobachtung
Zuerst brennt am oberen Loch eine ruhige, kleine Flamme. Nach einiger Zeit wird die Flamme kleiner, und plötzlich gibt es einen lauten Knall. Der Deckel der Dose fliegt in die Luft.

Explodierende Metalldose mit Deckel - Schritt 2 · ErgebnisErklärung
Zu Beginn ist in der Dose nur reines Methan. Es strömt oben heraus und brennt ruhig. Weil Methan leichter als Luft ist, entweicht es nach oben. Dadurch wird durch das untere Loch frische Luft in die Dose gesaugt. In der Dose entsteht nun ein Methan-Luft-Gemisch. Sobald das richtige Mischungsverhältnis erreicht ist, entzündet die Flamme das Gemisch und es kommt zur Explosion.
Reines Methan brennt ruhig, während ein Methan-Luft-Gemisch bei Kontakt mit einer Zündquelle explosiv reagiert.
Quiz zu Methan: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Methan und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Methan
Was passiert aufgrund der Dichte von Methan, wenn das Gas in die Umgebung freigesetzt wird?
Quizfrage 2 zu Methan
Nur mit AccountWarum mischen die Stadtwerke dem Erdgas für Wohngebiete einen übel riechenden Duftstoff bei?
Übungsaufgabe zu Methan
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Natürliches Vorkommen und Entstehung
Wie entsteht Methan in der Natur? Die Grundregel lautet: Methan entsteht immer dann, wenn tote organische Materialien (wie Pflanzenreste) von speziellen Bakterien zersetzt werden, und zwar unter Luftabschluss (also an Orten, wo es keinen Sauerstoff gibt).
Dieser biologische Prozess findet an vielen Orten statt:
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In Sümpfen: Hier verfaulen Pflanzen unter Wasser, wo es keinen Sauerstoff gibt. Das aufsteigende Gas nennt man Sumpfgas.
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In den Mägen von Wiederkäuern: Kühe und Schafe haben Bakterien im Magen, die das Gras verdauen. Dabei entsteht Methan, das die Tiere ausrülpsen.
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Auf überfluteten Reisfeldern: Auch hier zersetzen Bakterien Pflanzenreste im Schlamm unter Wasser.

Vor Millionen von Jahren führte genau dieser Prozess dazu, dass aus abgestorbenen Kleinstlebewesen tief unter der Erde Erdöl und Erdgas entstanden sind. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas.
Leider hat Methan auch eine dunkle Seite für unsere Umwelt. Wenn es unkontrolliert in die Atmosphäre gelangt, wirkt es als extrem starkes Treibhausgas. Es hält die Wärme der Sonne auf der Erde fest und ist dabei 25-mal wirksamer als Kohlenstoffdioxid ().
Aufgabentyp 3: Herstellung, Zusammensetzung und Nutzung von Biogas
Da Methan ein hervorragender Brennstoff ist, warten wir heute nicht mehr Millionen Jahre auf die Entstehung von Erdgas. Wir stellen es einfach selbst her – in Form von Biogas!
In großen Biogasanlagen wird das Prinzip der Natur nachgeahmt. Man füllt organische Abfälle wie Kuhmist (Gülle), Klärschlamm, Speisereste oder extra angebaute Energiepflanzen in riesige, luftdichte Behälter. Dort zersetzen Bakterien das Material ganz ohne Luft.

Das entstehende Biogas ist ein Stoffgemisch. Es besteht zu etwa 55 % aus Methan und zu circa 35 % aus Kohlenstoffdioxid. Der Rest sind kleine Mengen an anderen Gasen wie Wasserstoff und Stickstoff.
Weil Biogas so viel Methan enthält, kann es genau wie Erdgas genutzt werden: als Brennstoff für Gasherde zum Kochen oder für Gasheizungen, um unsere Häuser zu wärmen. Oft wird es von den Stadtwerken gereinigt und direkt dem normalen Erdgas beigemischt.
Der große Vorteil: Biogas ist eine erneuerbare Energiequelle. Wenn wir Biogas aus Abfällen nutzen, müssen wir weniger fossiles Erdgas aus der Erde pumpen. Das schont unsere wertvollen Rohstoffe und ist viel besser für die Umwelt.
Wichtige Erkenntnisse
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Methan ist ein farb- und geruchloses Gas, das leichter als Luft ist.
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Reines Methan brennt ruhig, aber ein Gemisch aus Methan und Luft ist hochexplosiv.
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Es entsteht in der Natur, wenn Bakterien organisches Material ohne Sauerstoff zersetzen (z. B. in Sümpfen oder Kuhmägen).
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Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und ein sehr starkes Treibhausgas.
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In Biogasanlagen wird Methan gezielt aus Abfällen hergestellt, um es als umweltfreundlichen Brennstoff zum Heizen und Kochen zu nutzen.
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Häufige Fragen
Was ist Methan?
Methan ist ein farbloses und geruchloses Gas, das leichter als Luft ist. Es ist der Hauptbestandteil von Erdgas und entsteht in der Natur, wenn organisches Material unter Luftabschluss von Bakterien zersetzt wird.
Warum ist Methan gefährlich?
Reines Methan brennt ruhig, aber sobald es sich mit Sauerstoff aus der Luft vermischt, entsteht ein hochexplosives Methan-Luft-Gemisch. Zudem ist Methan ein sehr starkes Treibhausgas, das zur Erderwärmung beiträgt, wenn es in die Atmosphäre gelangt.
Wie wird Methan als Biogas genutzt?
In Biogasanlagen wird Methan gezielt aus organischen Abfällen wie Kuhmist oder Speiseresten hergestellt. Das entstehende Gas kann wie herkömmliches Erdgas als erneuerbare Energiequelle zum Heizen und Kochen verwendet werden.
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