Erhaltung der mechanischen Energie am Federpendel
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Stell dir vor, du springst an einem Bungee-Seil von einer hohen Brücke. Zuerst hast du eine enorme Höhe. Dann fällst du und wirst rasend schnell. Schließlich bremst dich das Seil ab, indem es sich extrem stark dehnt, bevor es dich wieder nach oben katapultiert. Was du bei diesem Sprung erlebst, ist ein ständiger Austausch von Energie! In der Physik nennen wir ein solches System ein Federpendel. In diesem Artikel lernst du alles über die Erhaltung der mechanischen Energie am Federpendel und wie du beweist, dass bei diesem wilden Auf und Ab keine einzige Einheit Energie verloren geht.

Schnellantwort
Die Erhaltung der mechanischen Energie am Federpendel besagt, dass in einem idealen, abgeschlossenen System die Summe aus potenzieller Energie, kinetischer Energie und Spannenergie immer konstant bleibt. Die Energie geht nicht verloren, sondern wandelt sich beim Schwingen lediglich von einer Form in die andere um.
Vorwissen
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Potenzielle Energie (): Gespeicherte Energie aufgrund der Höhe eines Objekts. Formel: Beispiel: Ein schweres Buch auf einem hohen Regal hat potenzielle Energie.
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Kinetische Energie (): Die Energie der Bewegung. Formel: Beispiel: Ein Fahrrad, das mit fährt, hat kinetische Energie.
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Spannenergie (): Die Energie, die in einer gedehnten oder gestauchten Feder steckt. Formel: Beispiel: Eine Feder mit der Federkonstante , die um gedehnt ist, speichert Spannenergie.
Aufgabentyp 1: Energieerhaltung experimentell nachweisen
Ein Federpendel ist ein faszinierendes System, weil hier gleich drei Energieformen gleichzeitig eine Rolle spielen können. Wenn ein Gewicht an einer Feder auf und ab schwingt, verändert sich in jedem Bruchteil einer Sekunde seine Höhe, seine Geschwindigkeit und die Dehnung der Feder.
Um das System zu berechnen, legen wir meist den tiefsten Punkt der Schwingung als unseren Startpunkt fest. An diesem tiefsten Punkt ist die Höhe null ().

Wenn das Gewicht nun nach oben schwingt, passieren drei Dinge:
- Höhe (): Das Gewicht gewinnt an Höhe, also steigt die potenzielle Energie.
- Geschwindigkeit (): Das Gewicht bewegt sich, also besitzt es kinetische Energie.
- Dehnung (): Weil das Gewicht nach oben wandert, zieht sich die Feder etwas zusammen. Die neue Dehnung () ist ganz einfach die alte, maximale Dehnung am tiefsten Punkt () minus die gewonnene Höhe (). Es gilt also: . Die Feder ist immer noch etwas gedehnt, also gibt es weiterhin Spannenergie.
Geschwindigkeitsmessung am Federpendel
Wir messen die Zeit, die das Gewicht für eine winzige Strecke benötigt, um die Geschwindigkeit für die kinetische Energie zu berechnen. Dazu nutzen wir ein Stativ, eine Schraubenfeder, ein Massestück, eine Verdunklungsfahne (bekannte Länge ), eine Lichtschranke und eine elektronische Stoppuhr.
Sobald die Unterkante der Fahne in die Lichtschranke eintritt, startet die Zeitmessung. Wenn die Oberkante der Fahne die Lichtschranke verlässt, stoppt die Zeit auf dem Display.

Die Lichtschranke misst die exakte Zeit , die die Fahne zum Durchqueren benötigt. Da wir die Länge der Fahne kennen, können wir die Geschwindigkeit in diesem Moment ganz einfach berechnen: .
Der Energieerhaltungssatz besagt, dass in einem abgeschlossenen System keine Energie verloren geht oder aus dem Nichts entsteht. Die Energie wechselt nur ihr Gewand.
Wenn wir also die potenzielle Energie, die kinetische Energie und die Spannenergie an einem beliebigen Punkt zusammenzählen, erhalten wir die Gesamtenergie ():

Wenn wir diese Rechnung für zwei völlig unterschiedliche Zustände (z. B. am tiefsten Punkt und weiter oben) durchführen, muss die Gesamtenergie theoretisch exakt gleich sein.
In der Realität gibt es jedoch Luftwiderstand, minimale Reibung an der Feder und kleine Messfehler (z. B. wenn die Fahne nicht perfekt gerade durch die Lichtschranke gleitet). Daher wird die berechnete Gesamtenergie in Zustand 2 oft minimal von Zustand 1 abweichen. Wenn diese Abweichung sehr klein ist (z. B. unter ), werten wir dies als Bestätigung des Gesetzes und nicht als Fehler!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Zustände definieren und Werte notieren: Lege fest, wo Zustand 1 (Start) und Zustand 2 (Messpunkt) sind. Notiere alle gegebenen Werte für Masse, Federkonstante, Höhen und Dehnungen.
- Geschwindigkeit berechnen: Falls die Geschwindigkeit nicht direkt gegeben ist, berechne sie aus den Daten der Lichtschranke: .
- Gesamtenergie in Zustand 1 berechnen: Berechne die potenzielle Energie, kinetische Energie und Spannenergie für den ersten Zustand und addiere sie: .
- Gesamtenergie in Zustand 2 berechnen: Wiederhole die Berechnung für den zweiten Zustand und addiere die Werte: .
- Energien vergleichen und Abweichung prüfen: Vergleiche beide Gesamtenergien. Berechne die prozentuale Abweichung mit der Formel: . Ist der Wert sehr klein, gilt das Gesetz als bestätigt.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Ein Massestück () hängt an einer Feder ().
Zustand 1 (tiefster Punkt): Das Massestück wird nach unten gezogen und festgehalten. Die Höhe ist , die Geschwindigkeit ist und die Feder ist um gedehnt.
Zustand 2 (höherer Punkt): Das Massestück wird losgelassen und bewegt sich nach oben. Bei einer Höhe von passiert eine lange Fahne eine Lichtschranke. Die gemessene Zeit beträgt . Die Dehnung der Feder beträgt hier nur noch .
Berechne die Gesamtenergie in beiden Zuständen und überprüfe die prozentuale Abweichung, um den Energieerhaltungssatz zu bestätigen. Nutze .
- Schritt 1Zustände definieren und Werte notieren
Gegeben: Masse , Federkonstante , Ortsfaktor .
Zustand 1: , , .
Zustand 2: , , Fahnenlänge , Zeit .

Skizze der zwei Zustände - Schritt 2Geschwindigkeit in Zustand 2 berechnen
- Schritt 3Gesamtenergie in Zustand 1 berechnen
Da Höhe und Geschwindigkeit null sind, gibt es nur Spannenergie:
- Schritt 4Gesamtenergie in Zustand 2 berechnen
Hier müssen wir alle drei Energien berechnen und addieren:
- Schritt 5 · ErgebnisEnergien vergleichen und Abweichung prüfen
Wir berechnen die prozentuale Abweichung zwischen den beiden Zuständen:
Die Abweichung von ist extrem klein und liegt absolut im Rahmen der normalen Messungenauigkeit. Der Energieerhaltungssatz ist somit experimentell bestätigt!
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Nur mit AccountMit welcher Formel wird die Spannenergie einer gedehnten Feder berechnet?
Übungsaufgabe zu Erhaltung der mechanischen Energie am Federpendel
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- Am Federpendel wirken drei Energien gleichzeitig: potenzielle Energie (Höhe), kinetische Energie (Geschwindigkeit) und Spannenergie (Dehnung der Feder).
- Die Gesamtenergie ist die Summe aus allen drei Formen: .
- In einem abgeschlossenen System bleibt die Gesamtenergie immer gleich.
- Kleine Unterschiede bei der Berechnung in Experimenten sind normale Messfehler und widerlegen den Energieerhaltungssatz nicht.
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Häufige Fragen
Was ist die Erhaltung der mechanischen Energie am Federpendel?
Die Erhaltung der mechanischen Energie am Federpendel bedeutet, dass die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System immer konstant bleibt. Beim Schwingen wandelt sich die Energie lediglich zwischen potenzieller Energie, kinetischer Energie und Spannenergie um, ohne dass Energie verloren geht.
Welche Energieformen spielen beim Federpendel eine Rolle?
Es gibt drei Hauptenergieformen: Die potenzielle Energie hängt von der Höhe ab, die kinetische Energie von der Geschwindigkeit des Pendels und die Spannenergie von der Dehnung oder Stauchung der Feder. Die Summe dieser drei ergibt die Gesamtenergie.
Warum gibt es im Experiment oft kleine Abweichungen bei der Gesamtenergie?
In der Realität ist kein System perfekt abgeschlossen. Faktoren wie Luftwiderstand, minimale Reibung an der Feder oder kleine Messungenauigkeiten bei der Lichtschranke führen dazu, dass die berechnete Energie leicht abweicht. Abweichungen unter 5 % gelten meist als Bestätigung des Energieerhaltungssatzes.
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