Farbmodelle: RGB und CMY einfach erklärt: Licht vs. Druck

Erfahre, wie die Farbmodelle RGB und CMY funktionieren. Lerne den Unterschied zwischen additiver und subtraktiver Farbmischung bei Bildschirmen und Druckern.

📅 Aktualisiert 20. August 20263 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Farbmodelle: RGB und CMY einfach erklärt: Licht vs. Druck

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Hast du dich schon einmal gefragt, warum ein Foto auf deinem Smartphone so strahlend leuchtet, während dasselbe Foto ausgedruckt auf Papier ganz anders wirkt? Hier erfährst du alles über die Farbmodelle: RGB und CMY.

Smartphone und ausgedrucktes Foto
Smartphone und ausgedrucktes Foto

Der Grund dafür ist, dass Bildschirme und Drucker völlig unterschiedliche physikalische Tricks anwenden, um Farben zu erzeugen. In dieser Lektion werden wir das Geheimnis lüften, wie aus nur drei Grundfarben Millionen von Farbeindrücken entstehen können – einmal durch das Mischen von Licht und einmal durch das Mischen von Tinte!

Vorwissen

  • Farbwahrnehmung im Auge: Wir haben spezielle Sinneszellen auf der Netzhaut (die Zapfen), die auf rotes, grünes und blaues Licht reagieren.

    Beispiel: Wenn rotes Licht in unser Auge fällt, werden die roten Zapfen aktiv und melden die Farbe an das Gehirn.

  • Licht schlucken und zurückwerfen: Gegenstände leuchten meist nicht selbst. Sie absorbieren (schlucken) bestimmte Farben des Lichts und reflektieren (werfen zurück) andere.

    Beispiel: Ein rotes Auto schluckt alle Farben des Sonnenlichts außer Rot. Nur das rote Licht wird in unser Auge reflektiert.

Aufgabentyp 1: Das RGB-Farbmodell (Licht mischen)

Stell dir vor, du bist in einem komplett dunklen Raum. Wenn du nun eine rote, eine grüne und eine blaue Taschenlampe auf dieselbe Stelle an der Wand richtest, passiert etwas Erstaunliches: Der Fleck an der Wand wird weiß!

Real-World Context: Bildschirme von Smartphones, Tablets oder Fernsehern funktionieren genau so. Sie sind selbstleuchtend, das heißt, sie senden ihr eigenes Licht aus.

Dafür nutzen sie das RGB-Farbmodell. RGB steht für die Farben Rot, Grün und Blau. Erinnerst du dich an die Zapfen in unserem Auge? Wir haben genau für diese drei Farben spezielle Sinneszellen. Der Bildschirm nutzt das aus: Er besteht aus Millionen winziger Leuchtpunkte (Pixel) in genau diesen drei Farben.

RGB Farbmischung mit Licht
RGB Farbmischung mit Licht

Wenn der Bildschirm alle drei Farben gleichzeitig und gleich hell leuchten lässt, mischt unser Auge das Licht zusammen und wir sehen ein strahlendes Weiß. Weil hier Lichtstrahlen zusammengezählt (addiert) werden, nennt man das additive Farbmischung. Je mehr Farben du mischst, desto heller wird das Ergebnis.

Aufgabentyp 2: Das CMY-Farbmodell (Farben drucken)

Ein gedrucktes Foto in einer Zeitschrift oder ein gemaltes Bild mit Wasserfarben leuchtet nicht von selbst. Wenn du das Licht im Raum ausschaltest, siehst du das Bild nicht mehr.

Solche Farben funktionieren nach dem CMY-Farbmodell. CMY steht für die englischen Begriffe der Farben Cyan (ein helles Türkisblau), Magenta (ein kräftiges Purpurrot) und Yellow (Gelb).

CMY Farbmischung beim Drucken
CMY Farbmischung beim Drucken

Gedruckte Farben verhalten sich wie kleine Schwämme für Licht. Wenn weißes Licht (das ja aus allen Farben besteht) auf das Papier fällt, schluckt (absorbiert) die Tinte bestimmte Teile des Lichts und wirft nur den Rest in unser Auge zurück.

Wenn du nun Cyan, Magenta und Gelb übereinander druckst, schluckt jede Farbschicht einen weiteren Teil des Lichts. Am Ende wird das gesamte Licht geschluckt und nichts mehr in dein Auge zurückgeworfen. Das Ergebnis: Du siehst Schwarz. Weil hier Licht weggenommen (subtrahiert) wird, nennt man das subtraktive Farbmischung. Je mehr Farben du mischst, desto dunkler wird das Ergebnis.

Aufgabentyp 3: Pixel auf dem Bildschirm entdecken

Wir machen die unsichtbaren RGB-Farben eines Bildschirms sichtbar.

Materialien: Ein Smartphone oder Tablet, eine starke Lupe.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Öffne ein komplett weißes Bild auf dem Smartphone und drehe die Helligkeit hoch.
  2. Lege das Smartphone flach auf den Tisch.
  3. Halte die Lupe ganz nah an den leuchtenden Bildschirm, bis du das Bild scharf vergrößert siehst.
Pixel auf dem Bildschirm
Pixel auf dem Bildschirm

Beobachtung: Wenn du durch die Lupe schaust, siehst du, dass die weiße Fläche in Wirklichkeit aus winzigen, leuchtenden Streifen oder Punkten in den Farben Rot, Grün und Blau besteht.

Erklärung: Das ist das RGB-Farbmodell in Aktion! Weil die Leuchtpunkte so klein sind und dicht beieinander liegen, kann unser Auge sie aus normaler Entfernung nicht einzeln erkennen. Unser Gehirn mischt das Licht der drei Farben zusammen und wir sehen die Farbe Weiß.

Wichtige Erkenntnisse

  • RGB-Modell (Licht): Wird für selbstleuchtende Geräte wie Bildschirme verwendet. Es nutzt Rot, Grün und Blau. Mischt man alle drei Farben, entsteht Weiß (additive Farbmischung).

  • CMY-Modell (Druck): Wird für nicht leuchtende Dinge wie Papier verwendet. Es nutzt Cyan, Magenta und Gelb. Mischt man alle drei Farben, entsteht Schwarz (subtraktive Farbmischung).

  • Der Unterschied: Bei RGB wird Licht hinzugefügt (es wird heller). Bei CMY wird Licht geschluckt (es wird dunkler).

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Häufige Fragen

Was sind die Farbmodelle RGB und CMY?

Die Farbmodelle RGB und CMY beschreiben, wie Farben erzeugt werden. RGB (Rot, Grün, Blau) wird bei Bildschirmen genutzt, wo Licht gemischt wird. CMY (Cyan, Magenta, Yellow) kommt beim Drucken zum Einsatz, wo Tinte das Licht schluckt.

Was ist der Unterschied zwischen additiver und subtraktiver Farbmischung?

Bei der additiven Farbmischung (RGB) wird Licht hinzugefügt. Je mehr Farben du mischst, desto heller wird es – bis hin zu Weiß. Bei der subtraktiven Farbmischung (CMY) wird Licht von der Tinte geschluckt. Je mehr Farben übereinander gedruckt werden, desto dunkler wird es, bis Schwarz entsteht.

Warum sieht ein gedrucktes Foto anders aus als auf dem Bildschirm?

Ein Bildschirm leuchtet von selbst und nutzt das RGB-Farbmodell, um Licht direkt in dein Auge zu senden. Ein gedrucktes Foto leuchtet nicht. Es nutzt das CMY-Farbmodell und reflektiert nur das Licht aus der Umgebung. Deshalb wirken die Farben je nach Beleuchtung unterschiedlich.

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