Grundlagen von Licht und Sehen einfach erklärt: So funktioniert's
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Stell dir vor, du stehst in einem komplett dunklen Raum. Du kannst absolut nichts sehen. Erst wenn du eine Taschenlampe einschaltest, tauchen die Gegenstände um dich herum auf.

Aber warum ist das so? Wie gelangt das Bild eines Gegenstands in unseren Kopf? In diesem Artikel zu den Grundlagen von Licht und Sehen werden wir das Geheimnis lüften. Du wirst lernen, wie Licht funktioniert, warum ein Apfel rot aussieht und wie wir den Weg des Lichts auf dem Papier zeichnen können!
Vorwissen
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Lichtquellen: Dinge, die von selbst leuchten, nennt man Lichtquellen.
Beispiel: Die Sonne, eine brennende Kerze oder eine eingeschaltete Lampe sind Lichtquellen.
Aufgabentyp 1: Lichtstreuung und Sehen verstehen
Um die Grundlagen von Licht und Sehen zu begreifen, müssen wir uns zunächst mit der Lichtstreuung befassen. Damit wir einen Gegenstand sehen können, muss eine eiserne Regel erfüllt sein: Licht muss in unser Auge gelangen.
Lichtquellen wie Lampen senden selbst Licht aus. Aber was ist mit einem Tisch oder einem Apfel? Diese Dinge leuchten nicht selbst. Wenn das Licht einer Lampe auf einen Gegenstand trifft, wird es von der rauen Oberfläche in alle Richtungen zurückgeworfen. Diesen Vorgang nennen wir Streuung.
Dadurch wird der Gegenstand zu einer sogenannten sekundären Lichtquelle – er leuchtet, weil er fremdes Licht weitergibt. Wenn dieses gestreute Licht in unser Auge fällt, sehen wir den Gegenstand.

Farben und Helligkeit:
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Farbe: Weißes Licht (wie Sonnenlicht) enthält alle Farben. Wenn weißes Licht auf einen roten Apfel trifft, verschluckt der Apfel die meisten Farben und streut nur das rote Licht zurück. Deshalb sehen wir ihn als rot.
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Helligkeit: Ein helles Blatt Papier streut fast das gesamte Licht zurück. Ein dunkler Asphaltboden verschluckt fast alles und streut nur sehr wenig Licht. Deshalb sieht er dunkel aus.
Alltags-Kontext: Lichtverschmutzung
In großen Städten ist der Nachthimmel oft nicht schwarz, sondern leuchtet rötlich oder orange. Das liegt an der Lichtverschmutzung. Das künstliche Licht von Straßenlaternen strahlt nach oben und trifft auf Staub und Wassertröpfchen in der Luft. Diese winzigen Teilchen streuen das Licht in alle Richtungen, auch zurück zu uns nach unten. Dieser helle Schleier überstrahlt das schwache Licht der Sterne, sodass wir sie nicht mehr sehen können.
Aufgabentyp 2: Das Lichtstrahlmodell und die geradlinige Ausbreitung
Ein weiterer wichtiger Teil der Grundlagen von Licht und Sehen ist die Art und Weise, wie sich das Licht ausbreitet. Wenn Licht aus einer Lichtquelle kommt, breitet es sich immer geradlinig aus. Es fliegt in schnurgeraden Linien durch den Raum und macht keine Kurven.
Um zu verstehen, welchen Weg das Licht nimmt, nutzen Physiker einen Trick: das Lichtstrahlmodell.

Wir stellen uns vor, dass das Licht aus einem winzigen Punkt kommt (einer punktförmigen Lichtquelle). Von diesem Punkt aus zeichnen wir gerade Linien mit Pfeilen. Diese Linien nennen wir Lichtstrahlen. Der Pfeil zeigt an, in welche Richtung das Licht fliegt.
Wichtig: Ein Lichtstrahl ist nur eine Modellvorstellung. In der Realität gibt es keine einzelnen, dünnen „Licht-Fäden“, die man anfassen kann. Das Modell hilft uns aber perfekt dabei, den Weg des Lichts auf einem Blatt Papier zu zeichnen und zu verstehen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Lichtquelle markieren: Zeichne einen Punkt für die punktförmige Lichtquelle.
- Lineal anlegen: Lege ein Lineal an die Lichtquelle und an das Ziel (den Gegenstand oder das Auge).
- Geraden Strich ziehen: Ziehe eine schnurgerade Linie von der Lichtquelle weg.
- Richtungspfeil hinzufügen: Zeichne eine kleine Pfeilspitze auf die Linie, um zu zeigen, in welche Richtung das Licht fliegt (immer von der Quelle weg).
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 0
Eine kleine, punktförmige Straßenlaterne beleuchtet nachts ein geparktes Auto und einen Fußgänger. Zeichne mithilfe des Lichtstrahlmodells jeweils einen Lichtstrahl, der von der Laterne zum Auto und einen, der zum Fußgänger führt.

- Schritt 1Lichtquelle markieren
Die Straßenlaterne ist unser Startpunkt (die punktförmige Lichtquelle).
- Schritt 2Lineal anlegen
Wir legen das Lineal an die Laterne und richten es auf das Auto aus. Danach machen wir das Gleiche für den Fußgänger.
- Schritt 3Geraden Strich ziehen
Wir ziehen jeweils eine gerade Linie von der Laterne zum Auto und zum Fußgänger.
- Schritt 4 · ErgebnisRichtungspfeil hinzufügen
Wir zeichnen Pfeilspitzen auf die Linien, die von der Laterne weg in Richtung Auto und Fußgänger zeigen.

Eingezeichnete Lichtstrahlen von der Laterne
Die Lichtstrahlen zeigen den geradlinigen Weg des Lichts von der Laterne zum Auto und zum Fußgänger.
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Quizfrage 1 zu Grundlagen von Licht und Sehen
Was bezeichnet man in der Physik als eine Lichtquelle?
Quizfrage 2 zu Grundlagen von Licht und Sehen
Nur mit AccountWas muss passieren, damit das menschliche Auge einen nicht selbst leuchtenden Gegenstand sehen kann?
Übungsaufgabe zu Grundlagen von Licht und Sehen
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- Wir sehen Gegenstände nur, wenn sie Licht in unser Auge streuen.
- Die Farbe eines Gegenstands hängt davon ab, welche Lichtfarbe er streut (ein roter Apfel streut rotes Licht).
- Licht breitet sich immer geradlinig aus.
- Das Lichtstrahlmodell ist eine Zeichenhilfe (eine Modellvorstellung), um den Weg des Lichts mit geraden Linien und Pfeilen darzustellen.
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Häufige Fragen
Was sind die Grundlagen von Licht und Sehen?
Die Grundlagen von Licht und Sehen basieren darauf, dass Licht in unser Auge fallen muss, damit wir überhaupt etwas erkennen können. Lichtquellen wie die Sonne leuchten von selbst. Andere Gegenstände sehen wir nur deshalb, weil sie das Licht einer Lichtquelle in alle Richtungen streuen und dieses gestreute Licht schließlich in unsere Augen gelangt.
Wie funktioniert das Lichtstrahlmodell?
Das Lichtstrahlmodell ist eine physikalische Modellvorstellung, um die geradlinige Ausbreitung von Licht auf dem Papier darzustellen. Man zeichnet dabei von einer punktförmigen Lichtquelle aus schnurgerade Linien mit kleinen Pfeilen. Diese Pfeile zeigen exakt an, in welche Richtung sich das Licht durch den Raum ausbreitet, was beim Zeichnen enorm hilft.
Warum sehen wir einen Apfel rot?
Weißes Licht, wie zum Beispiel das Sonnenlicht, enthält alle Farben. Wenn dieses Licht auf einen roten Apfel trifft, verschluckt die raue Oberfläche des Apfels die meisten Farben und streut fast ausschließlich das rote Licht zurück. Da nur dieses rote Licht in unser Auge fällt, nehmen wir den Apfel als rot wahr.
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