Lichtausbreitung und Schatten einfach erklärt: So geht's
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Hast du schon einmal im Dunkeln mit einer Taschenlampe und deinen Händen einen Schattenhund an die Wand gezaubert?

Das funktioniert nur so gut, weil das Licht ganz bestimmten Regeln folgt. Es fliegt nicht einfach wild im Zickzack durch den Raum, sondern hat eine klare Richtung. In diesem Thema lernst du alles über die Lichtausbreitung und Schatten, wie sich Licht bewegt, warum es verschiedene Arten von Schatten gibt und wie du diese Schatten wie ein echter Physiker zeichnen kannst!
Vorwissen
- Lichtquellen: Gegenstände, die selbst Licht erzeugen. Beispiel: Die Sonne, eine brennende Kerze oder eine eingeschaltete Lampe.
- Lichtempfänger: Dinge, die Licht aufnehmen und darauf reagieren. Beispiel: Unser Auge oder ein Blatt Papier (Schirm), auf das das Licht fällt.
Aufgabentyp 1: Lichtausbreitung und Schatten zeichnen
Licht hat eine ganz besondere Eigenschaft: Es breitet sich immer absolut geradlinig aus. Es kann nicht um die Kurve fliegen oder Hindernissen ausweichen!
Um das in der Physik zu zeichnen, nutzen wir das Lichtstrahlenmodell. Wir zeichnen den Weg des Lichts als gerade Linien mit kleinen Pfeilen. Diese Linien nennen wir Lichtstrahlen. Der Pfeil zeigt an, in welche Richtung das Licht fliegt.

Außerdem ist Licht unglaublich schnell. Es bewegt sich mit der sogenannten Lichtgeschwindigkeit. Das sind (Kilometer pro Sekunde). Das ist so unvorstellbar schnell, dass ein Lichtstrahl in nur einer einzigen Sekunde etwa siebeneinhalb Mal die gesamte Erde umrunden könnte!
Wenn ein undurchsichtiger Gegenstand (wie ein Ball) das Licht blockiert, entsteht direkt hinter dem Gegenstand ein dunkler, dreidimensionaler Bereich in der Luft. Das ist der Schattenraum. Wenn dieser Raum auf eine Wand oder einen Schirm trifft, sehen wir dort einen flachen, zweidimensionalen Schatten.

Wie dieser Schatten aussieht, hängt davon ab, was für eine Lichtquelle wir benutzen:
- Punktförmige Lichtquelle: Eine winzige Lampe erzeugt einen Schatten mit einem ganz scharfen Rand.
- Mehrere Lichtquellen: Wenn zwei Lampen den Gegenstand anstrahlen, entstehen verschiedene Zonen. Der Bereich, der von gar keinem Licht getroffen wird, ist tiefschwarz. Das ist der Kernschatten. Die Bereiche, die nur von einer der beiden Lampen beleuchtet werden, sind etwas heller. Das ist der Halbschatten.
- Ausgedehnte Lichtquelle: Eine große Lichtquelle, wie zum Beispiel die Sonne oder eine lange Leuchtstoffröhre, funktioniert wie viele kleine Lampen nebeneinander. Sie erzeugt einen Übergangsschatten. Der Rand des Schattens ist dabei unscharf und verwaschen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Um herauszufinden, wo genau ein Schatten entsteht und wie groß er ist, kannst du das Lichtstrahlenmodell nutzen. Du brauchst dafür immer ein Lineal!
- Randstrahlen anlegen: Lege dein Lineal so an, dass es genau in der Mitte der Lichtquelle beginnt und exakt die äußerste Kante des Gegenstands berührt.
- Randstrahlen zeichnen: Zeichne eine gerade Linie von der Lichtquelle, am Gegenstand vorbei, bis ganz nach hinten zum Schirm (Wand). Mache das für die obere und die untere Kante des Gegenstands. Vergiss die kleinen Pfeilspitzen nicht!
- Schatten markieren: Der Bereich auf dem Schirm, der genau zwischen deinen gezeichneten Randstrahlen liegt, bekommt kein Licht ab. Markiere diesen Bereich als Schatten.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Zeichne den Schatten, der entsteht, wenn eine punktförmige Lichtquelle (L) einen undurchsichtigen Gegenstand (G) anstrahlt. Der Schatten soll auf dem Schirm (S) abgebildet werden.
- Schritt 1 & 2Randstrahlen zeichnen
Wir legen das Lineal an der Lichtquelle an und zeichnen zwei gerade Lichtstrahlen. Einer berührt die obere Kante des Gegenstands, der andere die untere Kante. Wir ziehen die Linien bis zum Schirm durch.
- Schritt 3 · ErgebnisSchatten markieren
Der Bereich auf dem Schirm zwischen den beiden Strahlen wird nicht vom Licht getroffen. Hier entsteht ein scharfer Schatten.

Schatten einer punktförmigen Lichtquelle
Ein scharfer Schatten entsteht genau zwischen den beiden Randstrahlen auf dem Schirm.
Quiz zu Lichtausbreitung und Schatten: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Lichtausbreitung und Schatten und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Lichtausbreitung und Schatten
Welcher der folgenden Gegenstände ist laut Text ein Lichtempfänger?
Quizfrage 2 zu Lichtausbreitung und Schatten
Nur mit AccountMit welcher Geschwindigkeit breitet sich Licht aus?
Übungsaufgabe zu Lichtausbreitung und Schatten
Nur mit AccountBeispiel 2
Nun gibt es zwei punktförmige Lichtquellen (L1 und L2), die übereinander stehen. Sie strahlen denselben Gegenstand an. Zeichne die Randstrahlen für beide Lichtquellen und markiere den Kernschatten sowie die Halbschatten auf dem Schirm.
- Schritt 1 & 2Randstrahlen zeichnen
Wir machen genau das Gleiche wie vorher, aber wir müssen es für jede Lichtquelle einzeln tun!
Zuerst zeichnen wir die zwei Randstrahlen für die obere Lichtquelle (L1) an der oberen und unteren Kante des Gegenstands vorbei.
Dann zeichnen wir die zwei Randstrahlen für die untere Lichtquelle (L2) an der oberen und unteren Kante des Gegenstands vorbei.
- Schritt 3 · ErgebnisSchatten markieren
Jetzt schauen wir uns den Schirm an:
- Der Bereich in der Mitte wird von keiner der beiden Lichtquellen erreicht. Hier ist es ganz dunkel. Das ist der Kernschatten.
- Die Bereiche darüber und darunter werden jeweils von einer Lichtquelle erreicht, aber von der anderen blockiert. Hier ist es halbdunkel. Das sind die Halbschatten.

Kernschatten und Halbschatten gezeichnet
Es entsteht ein tiefschwarzer Kernschatten in der Mitte und zwei hellere Halbschatten an den Rändern.
Wichtige Erkenntnisse
- Licht breitet sich immer geradlinig aus.
- Im Lichtstrahlenmodell zeichnen wir den Weg des Lichts als gerade Linien mit Pfeilen.
- Die Lichtgeschwindigkeit beträgt .
- Eine punktförmige Lichtquelle erzeugt einen scharfen Schatten.
- Mehrere Lichtquellen erzeugen einen tiefschwarzen Kernschatten und hellere Halbschatten.
- Ausgedehnte Lichtquellen (wie die Sonne) erzeugen einen Übergangsschatten mit unscharfen Rändern.
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Häufige Fragen
Was sind Lichtausbreitung und Schatten?
Die Lichtausbreitung beschreibt, wie sich Licht im Raum bewegt – nämlich immer absolut geradlinig. Ein Schatten entsteht, wenn ein undurchsichtiger Gegenstand diese geradlinigen Lichtstrahlen blockiert. Direkt hinter dem Hindernis bildet sich ein sogenannter Schattenraum, in den kein Licht fällt. Trifft dieser Raum auf eine Wand, sehen wir dort den flachen Schatten. Licht kann Hindernissen nämlich nicht einfach ausweichen oder um die Kurve fliegen.
Was ist der Unterschied zwischen Kernschatten und Halbschatten?
Ein Kernschatten entsteht, wenn ein bestimmter Bereich hinter einem Hindernis von gar keiner Lichtquelle beleuchtet wird. Dieser Bereich ist tiefschwarz. Ein Halbschatten bildet sich hingegen, wenn mehrere Lichtquellen vorhanden sind und ein Bereich nur von einem Teil dieser Lichtquellen getroffen wird, während das Licht der anderen blockiert ist. Der Halbschatten ist daher etwas heller als der Kernschatten. Bei ausgedehnten Lichtquellen wie der Sonne gibt es zudem unscharfe Übergangsschatten.
Wie zeichnet man einen Schatten?
Um einen Schatten präzise zu zeichnen, nutzt du das Lichtstrahlenmodell und ein Lineal. Du legst das Lineal direkt an die Lichtquelle an und ziehst gerade Linien, die sogenannten Randstrahlen, an den äußersten Kanten des Hindernisses vorbei bis zum Schirm. Vergiss dabei die kleinen Pfeilspitzen nicht, die die Flugrichtung des Lichts anzeigen. Der Bereich auf dem Schirm, der genau zwischen deinen gezeichneten Randstrahlen liegt und kein Licht abbekommt, ist der Schatten.
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