Mathematische Modellierung des radioaktiven Zerfalls erklärt
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Stell dir vor, du findest auf dem Dachboden eine alte Armbanduhr. Wenn du das Licht ausschaltest, stellst du fest: Die Zeiger leuchten im Dunkeln! Bei der mathematischen Modellierung des radioaktiven Zerfalls geht es genau um solche Phänomene.

Früher wurde oft das radioaktive Gas Tritium verwendet, um Uhren zum Leuchten zu bringen. Doch je älter die Uhr wird, desto schwächer wird das Leuchten, weil das Tritium zerfällt. In dieser Lektion lernst du, wie man mit einer einfachen mathematischen Formel ganz genau berechnen kann, wie stark die Uhr nach 10, 20 oder 50 Jahren noch leuchtet!
Vorwissen
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Halbwertszeit (): Die Zeitspanne, in der genau die Hälfte der ursprünglichen radioaktiven Atomkerne zerfallen ist.
Beispiel: Wenn du mit Kernen startest, sind nach einer Halbwertszeit noch Kerne übrig.
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Prozente als Dezimalzahl: In der Mathematik rechnet man oft mit Dezimalzahlen statt mit Prozentzeichen.
Regel: Teile die Prozentzahl durch .
Beispiel: oder .
Aufgabentyp 1: Berechnung der Restaktivität mithilfe des Zerfallsgesetzes
Wenn genau eine Halbwertszeit vergeht, halbiert sich die Strahlung. Das ist einfach zu rechnen. Aber was passiert, wenn Jahre vergehen und die Halbwertszeit Jahre beträgt? Dafür nutzen wir das Zerfallsgesetz.
Die Strahlungsintensität (wie stark etwas strahlt oder leuchtet) hängt direkt davon ab, wie viel von dem radioaktiven Stoff noch übrig ist. Die Formel lautet:
Lass uns die Formel in ihre Einzelteile zerlegen:
-
ist die Anfangsintensität (Der Startwert, oft oder ein bestimmter Messwert).
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ist die verstrichene Zeit (Wie lange haben wir gewartet?).
-
ist die Halbwertszeit des Stoffes.
-
ist die Intensität zum Zeitpunkt t (Unser gesuchter Endwert).

Warum steht da ein Bruch im Exponenten?
Der Teil rechnet einfach nur aus, wie viele Halbwertszeiten vergangen sind. Wenn die Halbwertszeit Jahre ist und Jahre vergehen, rechnest du . Es sind also genau Halbwertszeiten vergangen. Die Formel rechnet dann automatisch (also zweimal die Hälfte).
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gegebene Werte notieren: Lies den Text genau und schreibe auf, was , und sind. Wenn kein Startwert gegeben ist, aber nach einem Prozentsatz gefragt wird, setze .
- Formel aufstellen: Schreibe die Grundformel auf:
- Werte einsetzen: Ersetze die Buchstaben durch deine Zahlen aus Schritt 1.
- Ausrechnen und Antwortsatz: Tippe die Rechnung in den Taschenrechner ein. Achte darauf, den Bruch im Exponenten in Klammern zu setzen, falls dein Taschenrechner keine echten Brüche anzeigen kann. Formuliere am Ende einen klaren Antwortsatz.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Ein Uhrenzifferblatt verwendet Tritium, um im Dunkeln zu leuchten. Tritium hat eine Halbwertszeit von . Berechne, wie viel Prozent der ursprünglichen Leuchtintensität nach genau noch übrig sind.
- Schritt 1Gegebene Werte notieren
Gegeben:
- Startwert () = (da nach dem verbleibenden Prozentwert gefragt ist)
- Verstrichene Zeit () =
- Halbwertszeit () =
Gesucht:
- Endwert () = ?
- Schritt 2Formel aufstellen
- Schritt 3Werte einsetzen
Die Einheit "Jahre" kürzt sich im Bruch weg.
- Schritt 4 · ErgebnisAusrechnen und Antwortsatz
Wir berechnen zuerst den Exponenten (den Bruch):
Jetzt setzen wir das in die Formel ein:
Nach beträgt die Leuchtintensität der Uhr noch etwa des ursprünglichen Wertes. (Realitäts-Check: Jahre sind etwas weniger als zwei volle Halbwertszeiten. Nach einer Halbwertszeit wären es , nach zwei wären es . Unser Ergebnis von liegt logisch genau dazwischen.)
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Quizfrage 1 zu Mathematische Modellierung des radioaktiven Zerfalls erklärt
Was passiert mit radioaktiven Atomkernen nach genau einer abgelaufenen Halbwertszeit?
Quizfrage 2 zu Mathematische Modellierung des radioaktiven Zerfalls erklärt
Nur mit AccountWie schreibt man den Prozentwert von als Dezimalzahl für die mathematische Berechnung?
Übungsaufgabe zu Mathematische Modellierung des radioaktiven Zerfalls erklärt
Nur mit AccountBeispiel 2
Real-World Context: In der Medizin wird das Isotop Jod-131 zur Untersuchung der Schilddrüse verwendet. Es hat eine Halbwertszeit von . Ein Patient bekommt eine Dosis mit einer Aktivität von (Megabecquerel) verabreicht. Berechne die verbleibende Aktivität im Körper nach .
- Schritt 1Gegebene Werte notieren
Gegeben:
- Startwert () =
- Verstrichene Zeit () =
- Halbwertszeit () =
Gesucht:
- Endwert () = ?
- Schritt 2Formel aufstellen
- Schritt 3Werte einsetzen
- Schritt 4 · ErgebnisAusrechnen und Antwortsatz
Wir berechnen wieder zuerst den Bruch im Exponenten:
Es sind also genau zweieinhalb Halbwertszeiten vergangen. Wir setzen das ein:
Nach beträgt die verbleibende Aktivität im Körper des Patienten noch etwa .
Wichtige Erkenntnisse
- Das Zerfallsgesetz hilft uns, die Restmenge oder Reststrahlung zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu berechnen.
- Die Formel lautet:
- Der Bruch im Exponenten () gibt einfach an, wie viele Halbwertszeiten in der vergangenen Zeit abgelaufen sind.
- Wenn in einer Aufgabe nach Prozenten gefragt wird und kein Startwert gegeben ist, rechne einfach mit .
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Häufige Fragen
Was ist die mathematische Modellierung des radioaktiven Zerfalls?
Die mathematische Modellierung des radioaktiven Zerfalls beschreibt, wie sich die Menge oder Strahlung eines radioaktiven Stoffes über die Zeit verringert. Mithilfe des Zerfallsgesetzes kannst du genau berechnen, wie viel von einem Isotop nach einer bestimmten Zeit noch vorhanden ist.
Wie lautet das Zerfallsgesetz?
Das Zerfallsgesetz lautet I_t = I_0 · 0,5^(t / T_1/2). Dabei ist I_0 der Startwert, t die verstrichene Zeit und T_1/2 die Halbwertszeit. Der Exponent gibt an, wie viele Halbwertszeiten bereits vergangen sind.
Was ist die Halbwertszeit?
Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, in der genau die Hälfte der ursprünglichen radioaktiven Atomkerne zerfallen ist. Startest du beispielsweise mit 1000 Kernen, sind nach einer Halbwertszeit noch genau 500 Kerne übrig.
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