Elektrische Stromkreise & Ohmsches Gesetz einfach erklärt
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Stell dir vor, du hängst eine Lichterkette auf. Plötzlich geht eine einzige kleine Glühlampe kaputt. Manchmal wird dann die komplette Kette dunkel, aber bei anderen Lichterketten leuchten die restlichen Lampen einfach weiter! Woran liegt das?

Das Geheimnis liegt darin, wie elektrische Stromkreise aufgebaut sind. In diesem Artikel lernst du, wie der elektrische Widerstand den Strom bremst und wie du das Ohmsche Gesetz ganz einfach anwenden und berechnen kannst.
Vorwissen
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Elektrische Spannung (): Der 'Antrieb', der die Elektronen durch das Kabel drückt. Gemessen in Volt ().
Beispiel: Eine Batterie liefert eine Spannung von .
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Elektrische Stromstärke (): Die Menge an Elektronen, die pro Sekunde durch das Kabel fließt. Gemessen in Ampere ().
Beispiel: Durch eine Lampe fließt ein Strom von .
Aufgabentyp 1: Reihen- und Parallelschaltungen
Es gibt zwei grundlegende Arten, wie man elektrische Geräte (wie Glühlampen) in einem Stromkreis verbinden kann:
Die Reihenschaltung
Hier sind alle Bauteile wie an einer Perlenkette hintereinander aufgereiht. Es gibt nur einen einzigen Weg für den Strom. Das bedeutet:
- Die Stromstärke ist überall im Kreis exakt gleich groß.
- Die Spannungen an den einzelnen Geräten addieren sich zur Gesamtspannung der Batterie.
Alltagsbezug: Wenn bei einer alten Lichterkette eine Lampe kaputt geht, ist der Stromkreis unterbrochen und alle Lampen gehen aus.
Die Parallelschaltung
Hier gibt es für den Strom mehrere Wege (Zweige), die parallel nebeneinander verlaufen. Jede Lampe hat ihren eigenen Weg zur Batterie.
- Der Gesamtstrom teilt sich an den Verzweigungen auf. Die Summe der Teilströme in den einzelnen Zweigen ergibt wieder den Gesamtstrom.
- Wenn eine Lampe kaputt geht, leuchten die anderen weiter, da ihr Stromkreis noch geschlossen ist.

Aufgabentyp 2: Der elektrische Widerstand
Nicht jedes Material lässt den elektrischen Strom gleich gut hindurch. Jedes Bauteil bremst den Stromfluss ein wenig ab. Diese Eigenschaft nennen wir den elektrischen Widerstand (Formelzeichen ). Er wird in der Einheit Ohm () gemessen.

Für eine bestimmte Spannung (den Antrieb) bestimmt der Widerstand, wie groß die Stromstärke ist. Es gilt:
Je größer der Widerstand, desto geringer ist die Stromstärke.
Man kann dies mit der folgenden Formel berechnen:
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Gegebene und gesuchte Werte notieren – Lies die Aufgabe genau und schreibe auf, welche Werte für Spannung (), Stromstärke () oder Widerstand () gegeben sind.
- Schritt 2: Die richtige Formel wählen – Je nachdem, was gesucht ist, musst du die Formel umstellen:
- Gesucht ist :
- Gesucht ist :
- Gesucht ist :
- Schritt 3: Werte einsetzen und ausrechnen – Setze die Zahlen mit ihren Einheiten in die Formel ein und berechne das Ergebnis.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Eine Glühlampe ist an eine Batterie mit einer Spannung von angeschlossen. Die Lampe hat einen elektrischen Widerstand von . Berechne die elektrische Stromstärke, die durch die Lampe fließt.
- Schritt 1Gegebene und gesuchte Werte notieren
Gegeben: Spannung () = , Widerstand () = . Gesucht: Stromstärke () = ?
- Schritt 2Die richtige Formel wählen
Da die Stromstärke gesucht ist, nutzen wir die Grundformel:
- Schritt 3 · ErgebnisWerte einsetzen und ausrechnen
Wir setzen die bekannten Werte ein:
Die elektrische Stromstärke, die durch die Lampe fließt, beträgt . Die Einheit Ampere () ist korrekt für die Stromstärke und der Wert ist realistisch für eine kleine Glühlampe.
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Quizfrage 1 zu Elektrische Stromkreise & Ohmsches Gesetz
Welches Formelzeichen steht für die elektrische Spannung?
Quizfrage 2 zu Elektrische Stromkreise & Ohmsches Gesetz
Nur mit AccountWie verhält sich die elektrische Stromstärke in einer Reihenschaltung?
Übungsaufgabe zu Elektrische Stromkreise & Ohmsches Gesetz
Nur mit AccountAufgabentyp 3: Das ohmsche Gesetz und seine Grenzen
Wenn man die Spannung an einem Bauteil erhöht, steigt normalerweise auch die Stromstärke. Wenn die Stromstärke dabei exakt gleichmäßig (proportional) zur Spannung ansteigt, bleibt der Widerstand des Bauteils immer gleich groß (konstant).
Nur wenn der Widerstand konstant ist, sagt man: Für dieses Bauteil gilt das ohmsche Gesetz.

Aber Vorsicht: Das ohmsche Gesetz gilt nicht für alles!
- Herkömmliche Metalle (z. B. Eisen): Wenn Strom durch einen Eisendraht fließt, wird dieser warm. Dadurch steigt sein Widerstand an. Er ist also nicht konstant. Das ohmsche Gesetz gilt hier nicht.
- Spezielle Materialien (z. B. Konstantan): Bei Legierungen wie Konstantan bleibt der Widerstand fast völlig unverändert, egal wie hoch die Spannung ist. Hier gilt das ohmsche Gesetz perfekt.
Wichtige Erkenntnisse
- Reihenschaltung: Es gibt nur einen Weg für den Strom. Die Stromstärke ist überall gleich.
- Parallelschaltung: Der Strom teilt sich auf mehrere Wege auf. Der Gesamtstrom ist die Summe der Teilströme.
- Widerstand: Der Widerstand () bremst den Strom. Es gilt: .
- Ohmsches Gesetz: Gilt nur, wenn der Widerstand eines Bauteils konstant bleibt (z. B. bei Konstantan, aber nicht bei Eisen).
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Häufige Fragen
Was ist das Ohmsche Gesetz?
Das Ohmsche Gesetz besagt, dass die Stromstärke exakt gleichmäßig (proportional) zur Spannung ansteigt, solange der elektrische Widerstand eines Bauteils konstant bleibt. Es gilt also nur für bestimmte Materialien wie Konstantan, bei denen sich der Widerstand nicht durch Erwärmung verändert.
Was ist der Unterschied zwischen Reihenschaltung und Parallelschaltung?
In einer Reihenschaltung gibt es nur einen einzigen Weg für den Strom, sodass die Stromstärke überall gleich ist. Fällt ein Bauteil aus, ist der Stromkreis unterbrochen. In einer Parallelschaltung teilt sich der Strom auf mehrere Wege auf. Geht hier eine Lampe kaputt, leuchten die anderen in ihren geschlossenen Zweigen weiter.
Wie berechnet man den elektrischen Widerstand?
Den elektrischen Widerstand R berechnest du, indem du die Spannung U durch die Stromstärke I teilst. Die Formel lautet R = U / I. Der Widerstand wird in der Einheit Ohm (Ω) angegeben und gibt an, wie stark ein Bauteil den Stromfluss bremst.
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