Das sichtbare Farbspektrum und die Dispersion einfach erklärt
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Hast du schon einmal die Rückseite einer CD ins Licht gehalten und gesehen, wie sie in allen Farben des Regenbogens schillert?

Obwohl das Licht der Lampe oder der Sonne völlig weiß aussieht, zaubert die CD plötzlich bunte Farben hervor. Wie ist das möglich? In diesem Artikel lüften wir das Geheimnis um das sichtbare Farbspektrum und die Dispersion. Du wirst lernen, wie ein echter Regenbogen am Himmel entsteht und wie Wissenschaftler nur anhand von Licht herausfinden können, woraus weit entfernte Sterne bestehen!
Vorwissen
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Lichtbrechung: Licht ändert seine Richtung, wenn es von einem durchsichtigen Material (wie Luft) in ein anderes (wie Wasser oder Glas) übergeht.
Beispiel: Ein Strohhalm in einem Wasserglas sieht an der Wasseroberfläche geknickt aus.
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Totalreflexion: Unter bestimmten Bedingungen kann Licht nicht aus einem Material (wie Wasser) entkommen, sondern wird an der Grenze zur Luft komplett wie an einem Spiegel zurückgeworfen.
Beispiel: Glasfaserkabel nutzen Totalreflexion, um Licht über weite Strecken einzusperren und zu leiten.
Aufgabentyp 1: Zusammensetzung von weißem Licht und Dispersion
Weißes Licht, wie das der Sonne oder einer Taschenlampe, ist in Wirklichkeit gar nicht weiß. Es ist eine Mischung aus vielen verschiedenen Farben. Diese einzelnen Farben nennen wir Spektralfarben (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett).
Wir können diese Farben sichtbar machen, indem wir weißes Licht durch ein dreieckiges Stück Glas, ein sogenanntes Prisma, schicken. Wenn das Licht in das Glas eindringt, wird es gebrochen (es ändert seine Richtung).
Der Trick dabei ist: Nicht jede Farbe wird gleich stark gebrochen!
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Rotes Licht wird am schwächsten gebrochen.
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Blaues Licht wird am stärksten gebrochen.

Weil die Farben unterschiedlich stark abbiegen, trennen sie sich voneinander. Aus dem weißen Lichtstrahl wird ein breites, buntes Band. Dieses farbige Band nennen wir das Spektrum. Den Vorgang der Farbzerlegung nennt man Dispersion.
Aufgabentyp 2: Die Physik des Regenbogens
Ein Regenbogen am Himmel funktioniert im Grunde wie ein riesiges Prisma, nur dass hier Millionen von kleinen Wassertropfen das Licht zerlegen. Damit du einen Regenbogen sehen kannst, gibt es eine feste Regel: Du musst die Sonne im Rücken haben und auf eine Regenwand schauen.
Was genau passiert in einem einzelnen Regentropfen? Das lässt sich in drei Schritten erklären:
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Eintritt und Brechung: Das weiße Sonnenlicht trifft auf den Tropfen und dringt ein. Beim Übergang von der Luft ins Wasser wird das Licht gebrochen und in seine Spektralfarben zerlegt.
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Totalreflexion: Das farbige Licht wandert durch den Tropfen und trifft auf die hintere Wasserwand. Anstatt den Tropfen zu verlassen, wird das Licht hier wie an einem Spiegel zurückgeworfen (Totalreflexion).
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Austritt und erneute Brechung: Das Licht wandert wieder nach vorne und verlässt den Tropfen. Beim Übergang vom Wasser zurück in die Luft wird es ein zweites Mal gebrochen. Die Farben fächern sich nun noch weiter auf.

Warum sehen wir nun einen großen Bogen mit Rot ganz oben und Blau ganz unten?
Weil das Licht in verschiedenen Winkeln aus dem Tropfen kommt! Das rote Licht erreicht dein Auge nur von Tropfen, die weiter oben am Himmel schweben. Das blaue Licht erreicht dein Auge von Tropfen, die weiter unten schweben. Dein Gehirn setzt all diese Lichtstrahlen aus den verschiedenen Tropfen zu einem riesigen, bunten Regenbogen zusammen.
Aufgabentyp 3: Spektralanalyse und der Fingerabdruck des Lichts
Wenn wir das Licht von verschiedenen Lampen durch ein Prisma schicken, sieht das Spektrum nicht immer gleich aus. Es gibt zwei wichtige Arten von Spektren:
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Das kontinuierliche Spektrum: Heiße, glühende Dinge wie die Sonne oder eine alte Glühlampe senden ein Licht aus, das alle Farben enthält. Das Spektrum ist ein durchgehendes, lückenloses Farbband.
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Das unterbrochene Spektrum: Moderne Lichtquellen wie LED-Lampen oder Leuchtstoffröhren erzeugen kein durchgehendes Farbband. Ihr Spektrum hat Lücken. Es besteht nur aus ganz bestimmten farbigen Streifen.

Diese Lücken oder Streifen sind extrem nützlich! Jeder chemische Stoff leuchtet auf seine ganz eigene Weise und erzeugt ein einzigartiges Muster aus farbigen Streifen. Es ist wie ein optischer Fingerabdruck.
Anwendungsbezug: Wissenschaftler nutzen diese Technik, die sogenannte Spektralanalyse, um das Weltall zu erforschen. Der Physiker Gustav Robert Kirchhoff schickte das Licht von Sternen durch ein Prisma. Anhand der spezifischen Lücken im Sternenlicht konnte er beweisen, dass weit entfernte Sterne aus genau denselben chemischen Elementen bestehen, die wir auch hier auf der Erde haben!
Wichtige Erkenntnisse
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Weißes Licht besteht aus einer Mischung von Spektralfarben.
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Dispersion: Verschiedene Farben werden unterschiedlich stark gebrochen (Rot am schwächsten, Blau am stärksten), wodurch sich das Licht in ein Spektrum auffächert.
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Ein Regenbogen entsteht durch Brechung, Totalreflexion und nochmalige Brechung des Sonnenlichts in unzähligen Wassertropfen.
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Jeder Stoff hat ein einzigartiges, unterbrochenes Spektrum. Mit der Spektralanalyse können Wissenschaftler herausfinden, woraus leuchtende Objekte (wie Sterne) bestehen.
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Quizfrage 1 zu Das sichtbare Farbspektrum und die Dispersion
Was passiert bei der Totalreflexion von Licht?
Quizfrage 2 zu Das sichtbare Farbspektrum und die Dispersion
Nur mit AccountWelche Farbe wird bei der Dispersion durch ein Prisma am stärksten gebrochen?
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Häufige Fragen
Was ist das sichtbare Farbspektrum und die Dispersion?
Das sichtbare Farbspektrum ist der Teil des Lichts, den wir als Farben (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett) wahrnehmen können. Dispersion bezeichnet den Vorgang, bei dem weißes Licht in diese einzelnen Spektralfarben zerlegt wird, weil verschiedene Farben an einem Prisma unterschiedlich stark gebrochen werden.
Wie entsteht ein Regenbogen?
Ein Regenbogen entsteht durch die Brechung und Totalreflexion von Sonnenlicht in Wassertropfen. Das weiße Licht dringt in den Tropfen ein, wird in seine Spektralfarben zerlegt, an der Rückwand reflektiert und beim Austritt erneut gebrochen. So fächert sich das Licht zu einem bunten Bogen auf.
Was versteht man unter Spektralanalyse?
Die Spektralanalyse ist eine Methode, bei der Licht in sein Spektrum zerlegt wird, um herauszufinden, aus welchen Stoffen eine Lichtquelle besteht. Jeder chemische Stoff erzeugt ein einzigartiges Muster aus farbigen Streifen – wie ein optischer Fingerabdruck. So können Wissenschaftler zum Beispiel die Zusammensetzung von Sternen bestimmen.
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