Unsichtbares Licht: Infrarot und Ultraviolett einfach erklärt
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Stell dir vor, du hättest die Superkraft, unsichtbare Dinge zu sehen! Du könntest im Dunkeln die Wärme von Tieren leuchten sehen oder geheime, leuchtende Botschaften auf Geldscheinen entdecken. Wenn wir das Thema unsichtbares Licht: Infrarot und Ultraviolett untersuchen, wird genau das möglich.

In dieser Lektion werden wir zwei besondere Arten von Licht entdecken, die unsere Augen normalerweise nicht wahrnehmen können: das Infrarotlicht und das Ultraviolettlicht. Du wirst lernen, wie Tiere im Dunkeln jagen, wie man falsches Geld erkennt und warum die richtige Sonnenbrille so unglaublich wichtig für deine Augen ist!
Vorwissen
- Sichtbares Licht: Licht, das unsere Augen wahrnehmen können. Beispiel: Das Licht einer Taschenlampe oder der Sonne erhellt den Raum, sodass wir Gegenstände sehen können.
- Lichtquellen: Körper, die selbst Licht erzeugen und aussenden. Beispiel: Eine brennende Kerze ist eine Lichtquelle, weil sie von selbst leuchtet.
Aufgabentyp 1: Verständnis von Infrarotlicht (IR)
Jeder Körper, der warm ist, sendet Licht aus. Weil unsere Augen dieses Licht nicht sehen können, nennen wir es Infrarotlicht (oder Wärmestrahlung).
Obwohl wir es nicht sehen, nutzen wir es jeden Tag. Wenn du bei deiner Fernbedienung auf einen Knopf drückst, sendet sie unsichtbare Infrarot-Blitze an den Fernseher, um das Programm umzuschalten.
In der Natur haben manche Tiere einen eingebauten „Infrarot-Blick“. Klapperschlangen besitzen ein spezielles Sinnesorgan am Kopf, das sogenannte Grubenorgan. Damit können sie die Körperwärme einer Maus im Dunkeln wie ein helles Leuchten wahrnehmen und ihre Beute treffsicher aufspüren.

Außerdem hat Infrarotlicht eine besondere Eigenschaft: Es kann durch bestimmte Materialien hindurchscheinen, die für normales, sichtbares Licht undurchsichtig sind! Zum Beispiel geht es durch schwarze Kunststofffolien oder durch riesige Staub- und Gaswolken im Weltraum. Deshalb nutzen Astronomen spezielle Infrarotkameras, um Sterne zu entdecken, die sich hinter kosmischem Staub (wie dem Carinanebel) verstecken.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wir weisen nach, dass eine Fernbedienung unsichtbares Licht aussendet. Du brauchst eine Fernsehfernbedienung und ein Smartphone mit Kamera.
- Öffne die Kamera-App auf dem Smartphone.
- Halte die Fernbedienung so, dass das vordere Lämpchen direkt in die Kameralinse zeigt.
- Schau auf den Bildschirm des Smartphones und drücke einen beliebigen Knopf auf der Fernbedienung.

Beobachtung: Auf dem Bildschirm siehst du das Lämpchen der Fernbedienung hell aufleuchten oder blinken, sobald du den Knopf drückst. Wenn du ohne das Smartphone direkt auf die Fernbedienung schaust, bleibt das Lämpchen dunkel.
Erklärung: Die Kamera des Smartphones besitzt einen Sensor, der das unsichtbare Infrarotlicht wahrnehmen kann. Das Smartphone wandelt dieses Signal um und zeigt es dir auf dem Bildschirm als sichtbares Licht an.
Aufgabentyp 2: Ultraviolettes (UV-) Licht verstehen
Neben dem Infrarotlicht gibt es noch eine andere unsichtbare Lichtart: das Ultraviolette Licht (kurz: UV-Licht). Es transportiert sehr viel Energie.
Im Alltag wird UV-Licht oft als „Schwarzlicht“ bezeichnet. Es hat einen faszinierenden Effekt: Wenn UV-Licht auf bestimmte Farben oder Materialien trifft, nehmen diese die unsichtbare Energie auf und strahlen sie als sichtbares, buntes Licht wieder zurück. Das nennt man Fluoreszenz.
Diesen tollen Leuchteffekt kennst du vielleicht von Indoor-Minigolfanlagen, wo die Bahnen und Bälle im Dunkeln hell leuchten, sobald sie mit Schwarzlicht bestrahlt werden. Auch Banken nutzen diesen Trick: Echte Geldscheine haben spezielle Fasern im Papier eingearbeitet. Wenn man sie unter eine UV-Lampe hält, leuchten diese Fasern hell auf. So kann man schnell prüfen, ob ein Geldschein echt oder gefälscht ist.

Aufgabentyp 3: Schutz vor den Gefahren durch UV-Licht
Die Sonne sendet alle drei Lichtarten aus: sichtbares Licht, warmes Infrarotlicht und energiereiches UV-Licht.
Weil UV-Licht so viel Energie hat, kann es für unseren Körper gefährlich werden. Wenn zu viel davon auf unsere ungeschützte Haut trifft, schädigt es die Hautzellen und wir bekommen einen Sonnenbrand. Deshalb müssen wir uns mit Sonnencreme schützen. Der Lichtschutzfaktor (LSF) auf der Flasche gibt an, wie gut die Creme das UV-Licht zurückstreut.
Auch unsere Augen müssen geschützt werden! Wenn es draußen sehr hell ist, werden unsere Pupillen (die schwarzen Löcher in der Mitte des Auges) automatisch ganz klein. Das ist der natürliche Pupillenreflex, der das Auge vor zu viel Licht schützt.
Wenn du eine dunkle Sonnenbrille aufsetzt, denkt dein Auge: „Es ist dunkel!“ und die Pupillen öffnen sich weit. Das ist extrem gefährlich, wenn die Brille keinen UV-Filter hat! Durch die weit geöffneten Pupillen kann nun eine riesige Menge des unsichtbaren, schädlichen UV-Lichts ungehindert in das Auge eindringen und es verletzen. Deshalb muss jede Sonnenbrille unbedingt einen starken UV-Filter besitzen, der diese Strahlung blockiert.

Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Leo kauft sich auf dem Flohmarkt eine sehr dunkle Sonnenbrille für . Auf der Brille fehlt der Aufkleber „100% UV-Schutz“. Erkläre Schritt für Schritt, warum das Tragen dieser Brille an einem sonnigen Tag für Leos Augen gefährlicher ist, als gar keine Brille zu tragen.
- Schritt 1Die Reaktion der Pupille
Weil die Gläser der Sonnenbrille sehr dunkel sind, blockieren sie das sichtbare Licht. Leos Augen denken, es sei dunkel. Deshalb greift der natürliche Pupillenreflex: Die Pupillen öffnen sich weit, um mehr Licht hereinzulassen.
- Schritt 2Das fehlende Hindernis für UV-Licht
Da die Brille keinen UV-Filter hat, wird das unsichtbare, energiereiche UV-Licht der Sonne nicht blockiert. Es geht einfach durch die dunklen Gläser hindurch.
- Schritt 3 · ErgebnisDie Gefahr für das Auge
Weil Leos Pupillen weit geöffnet sind, gelangt nun viel mehr schädliches UV-Licht in das Innere seiner Augen, als wenn er keine Brille tragen würde (denn ohne Brille im hellen Sonnenlicht wären die Pupillen ganz klein).
Das Tragen der Brille ist gefährlicher, weil die dunklen Gläser die Pupillen weit öffnen, aber das schädliche UV-Licht nicht blockieren, wodurch eine extrem große Menge an UV-Strahlung ungehindert in das Auge eindringen kann.
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Quizfrage 1 zu Unsichtbares Licht
Welche Körper senden laut dem Text Infrarotlicht aus?
Quizfrage 2 zu Unsichtbares Licht
Nur mit AccountWie spüren Klapperschlangen ihre Beute im Dunkeln auf?
Übungsaufgabe zu Unsichtbares Licht
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- Alle warmen Körper senden unsichtbares Infrarotlicht aus. Es kann bestimmte Materialien wie kosmischen Staub durchdringen.
- Ultraviolettes Licht (UV-Licht) ist sehr energiereich und bringt bestimmte Materialien zum Leuchten (Fluoreszenz).
- Die Sonne sendet sichtbares Licht, Infrarotlicht und UV-Licht aus.
- Zu viel UV-Licht verursacht Sonnenbrand. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) schützt die Haut.
- Sonnenbrillen müssen einen UV-Filter haben! Dunkle Gläser ohne Filter öffnen die Pupillen weit, wodurch gefährlich viel UV-Licht in das Auge gelangt.
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Häufige Fragen
Was ist unsichtbares Licht?
Unsichtbares Licht ist Licht, das unsere Augen nicht wahrnehmen können. Dazu gehören das Infrarotlicht (Wärmestrahlung) und das Ultraviolette Licht (UV-Licht). Obwohl wir es nicht sehen, umgibt es uns jeden Tag und hat viele nützliche Eigenschaften.
Wie funktioniert Infrarotlicht?
Jeder warme Körper sendet Infrarotlicht aus. Tiere wie Klapperschlangen können diese Wärmestrahlung sehen, um Beute im Dunkeln zu jagen. Im Alltag nutzen wir Infrarotlicht zum Beispiel bei Fernbedienungen, die unsichtbare Blitze an den Fernseher senden.
Warum ist UV-Licht gefährlich für die Augen?
UV-Licht ist sehr energiereich. Wenn du eine dunkle Sonnenbrille ohne UV-Filter trägst, öffnen sich deine Pupillen weit, da das Auge denkt, es sei dunkel. Dadurch kann eine riesige Menge an schädlicher UV-Strahlung ungehindert in das Auge eindringen und es verletzen.
Was ist Fluoreszenz bei Schwarzlicht?
Wenn UV-Licht (auch Schwarzlicht genannt) auf bestimmte Materialien trifft, nehmen diese die unsichtbare Energie auf und strahlen sie als sichtbares, buntes Licht zurück. Diesen Effekt nennt man Fluoreszenz. Er wird zum Beispiel genutzt, um die Echtheit von Geldscheinen zu prüfen.
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