Vergleich physikalischer Felder einfach erklärt: Übersicht
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Hast du dich jemals gefragt, wie ein Magnet an der Kühlschranktür haftet, ohne sie zu berühren? Oder wie die Erde den Mond auf seiner Umlaufbahn hält, obwohl Millionen Kilometer leerer Raum dazwischen liegen?

Die Antwort lautet: Felder! Das Universum ist durchzogen von unsichtbaren Bereichen, in denen Kräfte über Entfernungen hinweg wirken. In diesem Artikel schauen wir uns den Vergleich physikalischer Felder genau an: das elektrische, das magnetische und das Gravitationsfeld. Du wirst sehen, dass sie trotz ihrer Unterschiede alle nach sehr ähnlichen, logischen Regeln funktionieren.
Schnellantwort
Ein physikalisches Feld ist ein unsichtbarer Raumbereich, in dem auf bestimmte Körper (wie Massen oder Ladungen) eine Kraft wirkt. Beim Vergleich physikalischer Felder unterscheiden wir hauptsächlich elektrische, magnetische und Gravitationsfelder. Sie alle beschreiben, wie stark das Feld an einem bestimmten Ort ist, völlig unabhängig davon, ob wir gerade einen Probekörper hineinhalten oder nicht.

Vorwissen
- Vektoren: Größen, die nicht nur einen Betrag (Zahlenwert), sondern auch eine Richtung haben. Regel: Vektoren werden oft mit einem Pfeil über dem Buchstaben geschrieben (z. B. ). Beispiel: Ein Auto fährt mit nach Norden.
- Kraft (): Einflüsse, die einen Körper beschleunigen oder verformen können. Formel: Beispiel: Du benötigst eine Kraft, um einen schweren Rucksack vom Boden hochzuheben.
Aufgabentyp 1: Elektrische Felder
Beim Vergleich physikalischer Felder betrachten wir zuerst die elektrischen Felder. Elektrische Felder werden von elektrischen Ladungen erzeugt. Es gibt positive und negative Ladungen. Gleiche Ladungen stoßen sich ab, unterschiedliche ziehen sich an. Jede Ladung ist ein Vielfaches der winzigen Elementarladung ().
Die Stärke dieses Feldes nennen wir elektrische Feldstärke (). Wenn wir eine Probeladung in dieses Feld bringen, spürt sie eine Kraft:
Wenn wir die Kraft zwischen zwei punktförmigen Ladungen ( und ) berechnen wollen, nutzen wir das Coulomb-Gesetz. Da sich das Feld kreisförmig ausbreitet (radial), wird die Kraft mit dem Abstand quadratisch schwächer:
Ein perfektes homogenes elektrisches Feld finden wir im Inneren eines Plattenkondensators (zwei parallele, geladene Metallplatten). An den Rändern wölben sich die Feldlinien jedoch nach außen und das Feld wird inhomogen.

Sichtbarmachung & Messung: Man kann elektrische Felder sichtbar machen, indem man Grießkörner in Öl streut; sie ordnen sich entlang der Feldlinien an. Gemessen wird die Feldstärke mit elektronischen Kraftmessern oder speziellen Feldstärkemessgeräten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Feldart identifizieren: Bestimme, ob es ein elektrisches, magnetisches oder Gravitationsfeld ist und was der Probekörper ist.
- Werte notieren: Schreibe alle bekannten Größen mit ihren Einheiten auf.
- Formel auswählen: Wähle die richtige Kraftformel für das jeweilige Feld.
- Werte berechnen: Setze die Zahlen in die Formel ein, achte auf die Einheiten und berechne das Endergebnis.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Ein Elektron (Ladung ) befindet sich in einem homogenen elektrischen Feld eines Plattenkondensators mit einer Feldstärke von . Berechne die elektrische Kraft, die auf das Elektron wirkt.

- Schritt 1Feldart und Probekörper identifizieren
Feldart: Elektrisches Feld. Probekörper: Elektron mit Ladung .
- Schritt 2Gegebene Werte notieren
- Schritt 3Passende Formel auswählen
- Schritt 4 · ErgebnisWerte einsetzen und berechnen
Die elektrische Kraft auf das Elektron beträgt . Realitätscheck: Die Kraft ist extrem klein, was für ein einzelnes, winziges Elektron physikalisch absolut sinnvoll ist.
Quiz zu Vergleich physikalischer Felder: Teste dein Wissen
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Quizfrage 1 zu Vergleich physikalischer Felder
Wie wird ein physikalisches Feld im Artikel beschrieben?
Quizfrage 2 zu Vergleich physikalischer Felder
Nur mit AccountWie verändert sich die elektrische Kraft zwischen zwei punktförmigen Ladungen, wenn der Abstand vergrößert wird?
Übungsaufgabe zu Vergleich physikalischer Felder
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Magnetische Felder
Ein weiterer wichtiger Teil im Vergleich physikalischer Felder sind die Magnetfelder. Magnetische Felder werden von Permanentmagneten oder von bewegten Ladungen (elektrischem Strom) erzeugt. Magnete haben immer einen Nord- und einen Südpol. Auch hier gilt: Gleiche Pole stoßen sich ab, ungleiche ziehen sich an.
Die Stärke des Magnetfeldes wird durch die magnetische Flussdichte () beschrieben.
Eine Besonderheit des Magnetfeldes ist die Lorentzkraft. Sie wirkt nur auf Ladungen , die sich mit einer Geschwindigkeit bewegen, und zwar senkrecht zu den Magnetfeldlinien:
Ein Stabmagnet erzeugt ein inhomogenes Feld. Wenn wir jedoch einen Draht zu einer langen Spule wickeln und Strom hindurchschicken, entsteht im Inneren der Spule ein annähernd homogenes Magnetfeld. Die Stärke berechnet sich aus der Länge , der Windungszahl und der Stromstärke :

Sichtbarmachung & Messung: Streut man Eisenfeilspäne um einen Magneten, ordnen sie sich entlang der unsichtbaren Feldlinien an. Gemessen wird die Flussdichte quantitativ mit einer Stromwaage oder einer elektronischen Hall-Sonde.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Feldart identifizieren: Bestimme, ob es ein elektrisches, magnetisches oder Gravitationsfeld ist und was der Probekörper ist.
- Werte notieren: Schreibe alle bekannten Größen mit ihren Einheiten auf.
- Formel auswählen: Wähle die richtige Kraftformel für das jeweilige Feld.
- Werte berechnen: Setze die Zahlen in die Formel ein, achte auf die Einheiten und berechne das Endergebnis.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 2
Ein Proton (Ladung ) fliegt mit einer Geschwindigkeit von senkrecht in ein homogenes Magnetfeld mit einer Flussdichte von . Berechne die Lorentzkraft auf das Proton.

- Schritt 1Feldart und Probekörper identifizieren
Feldart: Magnetisches Feld. Probekörper: Bewegtes Proton mit Ladung und Geschwindigkeit .
- Schritt 2Gegebene Werte notieren
- Schritt 3Passende Formel auswählen
Da sich das Proton senkrecht bewegt, gilt:
- Schritt 4 · ErgebnisWerte einsetzen und berechnen
Die Lorentzkraft auf das Proton beträgt .
Aufgabentyp 3: Gravitationsfelder
Zuletzt schauen wir uns im Vergleich physikalischer Felder die Schwerkraft an. Jeder Körper, der eine Masse besitzt, erzeugt ein Gravitationsfeld. Im Gegensatz zu elektrischen oder magnetischen Feldern gibt es hier nur Anziehung, niemals Abstoßung!
Die Feldgröße ist die Gravitationsfeldstärke (). Die Kraft auf eine Masse in diesem Feld ist:
Planeten oder Sterne erzeugen riesige, radiale Felder. Das Newtonsche Gravitationsgesetz beschreibt die Kraft zwischen zwei Massen ( und ):
Wenn wir uns jedoch in einem sehr kleinen Bereich nahe der Erdoberfläche befinden (z. B. in deinem Klassenzimmer), können wir das Feld als homogen betrachten. Die Feldlinien zeigen alle parallel nach unten. Wir verwenden dann die vereinfachte Formel mit der Erdbeschleunigung :

Messung: Die Gravitationskraft zwischen Alltagsgegenständen ist so winzig, dass man extrem empfindliche Geräte wie die Cavendish-Drehwaage braucht, um sie zu messen. Die riesigen Felder von Planeten misst man durch die genaue Beobachtung von Satellitenbahnen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Feldart identifizieren: Bestimme, ob es ein elektrisches, magnetisches oder Gravitationsfeld ist und was der Probekörper ist.
- Werte notieren: Schreibe alle bekannten Größen mit ihren Einheiten auf.
- Formel auswählen: Wähle die richtige Kraftformel für das jeweilige Feld.
- Werte berechnen: Setze die Zahlen in die Formel ein, achte auf die Einheiten und berechne das Endergebnis.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 3
Ein Apfel mit einer Masse von fällt von einem Baum. Das Gravitationsfeld nahe der Erdoberfläche wird als homogen angenommen mit . Berechne die Gravitationskraft (Gewichtskraft), die auf den Apfel wirkt.

- Schritt 1Feldart und Probekörper identifizieren
Feldart: Gravitationsfeld (nahe der Erdoberfläche). Probekörper: Apfel mit Masse .
- Schritt 2Gegebene Werte notieren
- Schritt 3Passende Formel auswählen
Für homogene Gravitationsfelder gilt:
- Schritt 4 · ErgebnisWerte einsetzen und berechnen
Die Gravitationskraft auf den Apfel beträgt . Realitätscheck: Etwa entspricht dem Gewicht von auf der Erde, was für einen Apfel perfekt passt.
Wichtige Erkenntnisse
- Felder beschreiben den unsichtbaren Raum, in dem Kräfte auf Ladungen oder Massen wirken.
- Homogene Felder sind überall gleich stark (z. B. im Plattenkondensator), inhomogene Felder werden mit der Entfernung schwächer.
- Elektrische Kräfte wirken auf Ladungen, magnetische (Lorentzkraft) nur auf bewegte Ladungen, und Gravitation wirkt auf Massen (nur anziehend).
- Die Grundstruktur der Kraftformel ist immer ähnlich: Kraft = Probekörper Feldstärke.
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Häufige Fragen
Was sind physikalische Felder?
Ein physikalisches Feld ist ein unsichtbarer Raumbereich, in dem Kräfte auf bestimmte Körper wirken. Im Vergleich physikalischer Felder betrachten wir meist elektrische, magnetische und Gravitationsfelder. Sie alle beschreiben die Stärke und Richtung einer Kraft an einem bestimmten Ort im Raum.
Wie unterscheiden sich elektrische und magnetische Felder?
Elektrische Felder werden von ruhenden Ladungen erzeugt und wirken auf andere Ladungen. Magnetische Felder entstehen durch bewegte Ladungen (Strom) oder Permanentmagnete. Eine Besonderheit ist die Lorentzkraft, die im Magnetfeld nur auf bewegte Ladungen wirkt.
Was ist der Unterschied zwischen homogenen und inhomogenen Feldern?
In einem homogenen Feld (z. B. im Inneren eines Plattenkondensators) ist die Feldstärke überall gleich und die Feldlinien verlaufen parallel. In einem inhomogenen Feld (z. B. um einen Planeten) ändert sich die Stärke und Richtung, und die Linien verlaufen oft strahlenförmig.
Warum gibt es bei der Gravitation nur Anziehung?
Im Gegensatz zu elektrischen oder magnetischen Feldern, bei denen es positive/negative Ladungen bzw. Nord-/Südpol gibt, existiert bei der Masse nur eine Eigenschaft. Daher wirkt das Gravitationsfeld zwischen Massen ausschließlich anziehend, niemals abstoßend.
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