Kennlinien und nicht-ohmsches Verhalten einfach erklärt
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Wenn du eine Taschenlampe einschaltest, leuchtet die kleine Glühlampe sofort hell auf. Aber wusstest du, dass sich die Lampe im Inneren gegen den Strom „wehrt“, je heißer sie wird?

Bisher haben wir oft angenommen, dass der Widerstand eines Bauteils immer gleich bleibt. In dieser Lektion schauen wir uns Kennlinien und nicht-ohmsches Verhalten genauer an. Wir finden heraus, warum das bei echten Glühlampen nicht so ist und wie wir dieses Verhalten in sogenannten Kennlinien sichtbar machen können.
Vorwissen
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Elektrischer Widerstand (): Gibt an, wie stark der Strom gebremst wird.
Formel:
Beispiel: Bei einer Spannung von und einer Stromstärke von beträgt der Widerstand .
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Diagramme lesen: In einem x-y-Diagramm lesen wir den Wert auf der waagerechten Achse (x-Achse) und den dazugehörigen Wert auf der senkrechten Achse (y-Achse) ab.
Beispiel: Wenn wir auf der x-Achse bei nach oben gehen und auf der y-Achse bei landen, ist das unser Datenpunkt.
Aufgabentyp 1: Kennlinien und nicht-ohmsches Verhalten auswerten
Eine Kennlinie ist ein Diagramm, das uns das typische Verhalten eines elektrischen Bauteils zeigt. Meistens betrachten wir die Spannung \textcolor{#08BFFF}{U} auf der waagerechten Achse und die Stromstärke \textcolor{#9570FF}{I} auf der senkrechten Achse. Das nennt man ein --Diagramm.
Wenn wir die Spannung an einer Glühlampe langsam erhöhen, messen wir die Stromstärke und tragen die Punkte in das Diagramm ein. Verbinden wir diese Punkte, zeichnen wir eine glatte Kurve ohne Ecken und Kanten – die sogenannte Ausgleichskurve. So können wir auch Werte ablesen, die wir gar nicht gemessen haben!

Bei einer Glühlampe ist diese Kennlinie keine gerade Linie. Wenn die Spannung steigt, wird der Draht in der Lampe sehr heiß. Durch die Hitze fällt es den Elektronen schwerer, durch den Draht zu fließen. Das bedeutet: Der Widerstand \textcolor{#FFCE51}{R} der Lampe wird größer! Die Stromstärke steigt also nicht mehr so stark an wie am Anfang. Die Kurve flacht ab.
Um das noch besser zu sehen, können wir ein --Diagramm zeichnen. Hier tragen wir die Spannung \textcolor{#08BFFF}{U} auf der waagerechten Achse und den Widerstand \textcolor{#FFCE51}{R} auf der senkrechten Achse ein.

In diesem Diagramm sehen wir ganz deutlich: Je höher die Spannung, desto höher klettert der Widerstand. Die Annahme, dass der Widerstand immer konstant bleibt, ist bei Bauteilen wie Glühlampen also falsch!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Lies die Wertepaare ab: Finde für eine bestimmte Spannung (x-Achse) die dazugehörige Stromstärke (y-Achse) im Diagramm oder der Tabelle.
- Berechne den Widerstand: Setze die beiden Werte in die Formel für den Widerstand ein: .
- Überprüfe das Verhalten: Wiederhole die Berechnung für eine höhere Spannung. Ist der Widerstand größer geworden, verändert er sich (wie bei einer Glühlampe).
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Du hast in einem Experiment die Spannung und die Stromstärke einer kleinen Glühlampe gemessen.
Bei beträgt die Stromstärke . Bei beträgt die Stromstärke . Berechne den Widerstand für beide Messungen und entscheide, ob der Widerstand konstant geblieben ist.

- Schritt 1Wertepaare ablesen
Messung 1: und Messung 2: und
- Schritt 2Widerstand berechnen
Für Messung 1:
Für Messung 2:
- Schritt 3 · ErgebnisVerhalten überprüfen
Der Widerstand ist von auf gestiegen. Der Widerstand der Glühlampe ist also nicht konstant, sondern nimmt bei höherer Spannung zu.
Ein steigender Widerstand bei höherer Spannung ist genau das typische Verhalten einer Glühlampe, da sich der Draht erhitzt. Das Ergebnis ergibt physikalisch Sinn.
Quiz zu Kennlinien und nicht: Teste dein Wissen
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Quizfrage 1 zu Kennlinien und nicht
Wie wird der elektrische Widerstand berechnet?
Quizfrage 2 zu Kennlinien und nicht
Nur mit AccountWelche Größen werden typischerweise in einem --Diagramm auf den Achsen aufgetragen?
Übungsaufgabe zu Kennlinien und nicht
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- Die --Kennlinie zeigt, wie sich die Stromstärke bei veränderter Spannung verhält.
- Bei einer Glühlampe ist die Kennlinie keine Gerade.
- Wenn die Spannung an einer Glühlampe steigt, wird sie heißer und ihr Widerstand nimmt zu.
- Eine Ausgleichskurve ist eine glatte Linie durch die Messpunkte, mit der man auch Zwischenwerte ablesen kann.
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Häufige Fragen
Was sind Kennlinien und nicht-ohmsches Verhalten?
Eine Kennlinie ist ein Diagramm, das das Verhalten eines elektrischen Bauteils zeigt, meist als U-I-Diagramm. Nicht-ohmsches Verhalten bedeutet, dass der Widerstand eines Bauteils nicht konstant bleibt. Bei einer Glühlampe steigt der Widerstand beispielsweise an, wenn sie durch den Stromfluss heißer wird.
Warum ist die Kennlinie einer Glühlampe keine Gerade?
Wenn die Spannung an einer Glühlampe steigt, erhitzt sich der Glühdraht enorm. Durch diese Hitze fällt es den Elektronen schwerer, hindurchzufließen – der Widerstand wird größer. Daher steigt die Stromstärke nicht mehr gleichmäßig an und die Kurve im Diagramm flacht ab.
Wie berechnest du den Widerstand aus einem U-I-Diagramm?
Du liest für einen bestimmten Punkt die Spannung U auf der x-Achse und die Stromstärke I auf der y-Achse ab. Anschließend setzt du beide Werte in die Formel R = U / I ein. Wenn du das für mehrere Punkte machst, erkennst du sofort, ob der Widerstand konstant bleibt oder sich mit der Spannung verändert.
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