Reflexion und unsichtbares Licht einfach erklärt: Spiegel & UV
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Hast du dich schon einmal gefragt, wie ein Spiegel genau funktioniert? Oder warum du im Sommer Sonnencreme brauchst, obwohl du die gefährlichen Sonnenstrahlen gar nicht sehen kannst? Das Thema Reflexion und unsichtbares Licht begegnet uns jeden Tag.

In dieser Lektion lüften wir diese Geheimnisse! Du wirst lernen, nach welchen strengen Regeln Licht an Oberflächen abprallt. Außerdem entdecken wir gemeinsam, dass es Licht gibt, das für unsere Augen völlig unsichtbar ist, und wie wir die Energie des Lichts im Alltag nutzen können.
Vorwissen
- Lichtstrahlmodell: Licht breitet sich immer geradlinig aus. Beispiel: Ein Laserpointer erzeugt einen geraden, sichtbaren Lichtstrahl in der Luft.
- Energieformen: Energie kann in verschiedenen Formen auftreten, wie zum Beispiel als Wärme oder Strom. Beispiel: Eine Heizung gibt thermische Energie (Wärme) an den Raum ab.
Aufgabentyp 1: Das Reflexionsgesetz und der Spiegel-Trick
Lass uns untersuchen, wie Reflexion und unsichtbares Licht zusammenhängen, beginnend mit dem Spiegel. Wenn ein Lichtstrahl auf eine glatte Oberfläche wie einen Spiegel trifft, prallt er ab. Das ist wie bei einem Flummi, den du schräg auf den Boden wirfst: Er springt im gleichen Winkel wieder hoch.
Das nennt man das Reflexionsgesetz: Der Einfallswinkel ist immer genau so groß wie der Reflexionswinkel. Außerdem liegen der ankommende und der abprallende Lichtstrahl in derselben Ebene. Das bedeutet, wenn du den Strahl flach über einen Tisch leuchtest, prallt er auch flach über den Tisch ab und fliegt nicht plötzlich nach oben an die Decke.

Die Spiegelbild-Täuschung:
Wir denken oft, ein Spiegel vertauscht Links und Rechts. Das stimmt aber nicht! Stell dir vor, du stehst vor dem Spiegel und zeigst mit der rechten Hand nach rechts. Dein Spiegelbild zeigt in genau dieselbe Richtung (nach rechts). Der Spiegel vertauscht stattdessen Vorne und Hinten. Wenn du mit dem Finger nach vorne direkt auf den Spiegel zeigst, zeigt der Finger deines Spiegelbildes dir entgegen – also nach hinten zu dir zurück.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Das Lot einzeichnen: Zeichne eine unsichtbare Hilfslinie genau senkrecht (im -Winkel) auf den Spiegel, genau dort, wo der Lichtstrahl auftrifft.
- Den Einfallswinkel finden: Der Einfallswinkel ist der Winkel zwischen dem ankommenden Lichtstrahl und dem Lot.
- Das Reflexionsgesetz anwenden: Erinnere dich an die Regel: Der Reflexionswinkel ist immer genau so groß wie der Einfallswinkel.
- Den reflektierten Strahl zeichnen: Zeichne den abprallenden Strahl auf der anderen Seite des Lots ein, sodass der Winkel zum Lot genau so groß ist.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Ein Lichtstrahl trifft auf einen Spiegel. Der Einfallswinkel (der Winkel zwischen dem Lichtstrahl und dem Lot) beträgt . Wie groß ist der Reflexionswinkel und wie verläuft der Strahl?

- Schritt 1Das Lot einzeichnen
Das Lot steht senkrecht auf dem Spiegel. Der Lichtstrahl trifft genau am Fußpunkt des Lots auf.
- Schritt 2Den Einfallswinkel finden
Der Einfallswinkel ist bereits gegeben: Er beträgt .
- Schritt 3Das Reflexionsgesetz anwenden
Das Reflexionsgesetz besagt, dass der Reflexionswinkel gleich dem Einfallswinkel ist.
- Schritt 4 · ErgebnisDen reflektierten Strahl zeichnen
Der Lichtstrahl prallt auf der anderen Seite des Lots in einem Winkel von ab.

Reflektierter Strahl 35 Grad
Da der Einfallswinkel und der Reflexionswinkel exakt gleich groß sind, ist das Reflexionsgesetz erfüllt und das Ergebnis physikalisch korrekt.
Quiz zu Reflexion und unsichtbares Licht: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Reflexion und unsichtbares Licht und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Reflexion und unsichtbares Licht
Wie breitet sich Licht laut dem Lichtstrahlmodell aus?
Quizfrage 2 zu Reflexion und unsichtbares Licht
Nur mit AccountWas besagt das Reflexionsgesetz über den Einfallswinkel?
Übungsaufgabe zu Reflexion und unsichtbares Licht
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Unsichtbares Licht und Energieumwandlung
Das Licht, das wir sehen können, ist nicht alles. Es gibt auch Licht, das für unsere Augen unsichtbar ist:
- Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung): Warme Gegenstände (wie eine Heizung) und Lebewesen (wie du!) leuchten in diesem unsichtbaren Licht. Es kann sogar manche Materialien durchdringen. Deshalb können Wärmebildkameras Menschen manchmal durch dünnen Rauch sehen, oder das Infrarotlicht einer Fernbedienung geht durch dunkles Plastik hindurch.
- Ultraviolettstrahlung (UV-Licht): Dieses Licht kommt von der Sonne und ist sehr energiereich. Weil es so stark ist, kann es unsere Haut verletzen (Sonnenbrand). Deshalb müssen wir unseren Körper davor schützen, zum Beispiel mit Sonnencreme und Sonnenbrillen.
Licht ist nicht nur zum Sehen da, es transportiert auch Energie. Diese Lichtenergie kann in andere, nützliche Energieformen umgewandelt werden:
- Thermische Energie (Wärme): Wenn du im Sommer in der Sonne stehst, wandelt deine Haut die Lichtenergie in thermische Energie um – dir wird warm.
- Elektrische Energie (Strom): Eine Solarzelle auf dem Dach fängt das Sonnenlicht ein und wandelt es in elektrische Energie um.
- Biologische Energie: Pflanzen nutzen die Lichtenergie, um zu wachsen. Da Tiere und Menschen Pflanzen essen, ist fast alles Leben auf der Erde direkt vom Sonnenlicht abhängig!

Experiment: Unsichtbares Licht sichtbar machen
Ziel: Wir machen die unsichtbare Infrarotstrahlung einer Fernbedienung mit einem Trick sichtbar.
Materialien: Eine normale Fernbedienung (z. B. vom Fernseher), ein Smartphone mit Kamera.
Durchführung:
- Schau dir das kleine Lämpchen vorne an der Fernbedienung an und drücke einen Knopf.
- Öffne die Kamera-App auf dem Smartphone.
- Halte die Fernbedienung so, dass das Lämpchen direkt in die Kameralinse auf der Rückseite des Smartphones zeigt.
- Schau auf den Bildschirm des Smartphones und drücke wieder einen Knopf auf der Fernbedienung.

Beobachtung: Mit bloßem Auge siehst du am Lämpchen nichts. Auf dem Smartphone-Bildschirm leuchtet das Lämpchen jedoch plötzlich hell (meistens bläulich oder lila) auf, sobald du den Knopf drückst.
Erklärung: Die Fernbedienung sendet unsichtbares Infrarotlicht aus. Unsere Augen können dieses Licht nicht sehen, aber der Sensor der Handykamera kann es erkennen und wandelt es auf dem Bildschirm in sichtbares Licht um.
Wichtige Erkenntnisse
- Reflexionsgesetz: Der Einfallswinkel ist immer genau so groß wie der Reflexionswinkel.
- Spiegelbild: Ein Spiegel vertauscht nicht Links und Rechts, sondern Vorne und Hinten.
- Unsichtbares Licht: Infrarotstrahlung (Wärme) und Ultraviolettstrahlung (UV-Licht) sind für unsere Augen unsichtbar.
- Energieumwandlung: Lichtenergie kann in thermische Energie (Wärme), elektrische Energie (Strom) oder biologische Energie (Pflanzenwachstum) umgewandelt werden.
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Häufige Fragen
Was ist Reflexion und unsichtbares Licht?
Bei der Reflexion prallt Licht nach bestimmten Regeln (dem Reflexionsgesetz) von einer glatten Oberfläche wie einem Spiegel ab. Unsichtbares Licht umfasst Strahlungsarten wie Infrarot (Wärmestrahlung) und Ultraviolett (UV-Strahlung), die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, aber viel Energie transportieren.
Wie lautet das Reflexionsgesetz?
Das Reflexionsgesetz besagt, dass der Einfallswinkel des Lichts immer exakt so groß ist wie der Reflexionswinkel. Zudem liegen der eintreffende Lichtstrahl, das Lot (die senkrechte Hilfslinie) und der abprallende Strahl alle in derselben Ebene.
Warum vertauscht ein Spiegel nicht links und rechts?
Ein Spiegel vertauscht in Wirklichkeit Vorne und Hinten, nicht Links und Rechts. Wenn du mit der rechten Hand nach rechts zeigst, tut dein Spiegelbild das auch. Zeigst du aber nach vorne auf den Spiegel, zeigt der Finger deines Spiegelbildes dir entgegen – also nach hinten.
Was ist der Unterschied zwischen Infrarot- und UV-Strahlung?
Infrarotstrahlung ist Wärmestrahlung, die von warmen Objekten oder Lebewesen ausgeht und mit Wärmebildkameras sichtbar gemacht werden kann. UV-Strahlung kommt von der Sonne, ist sehr energiereich und kann die Haut schädigen, weshalb wir Sonnencreme als Schutz benötigen.
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