Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Graphen zeichnen

Lerne das Arbeiten mit Wertetabelle Schritt für Schritt. Erfahre, wie du x-Werte einsetzt, y-Werte berechnest und Parabeln richtig zeichnest.

📅 Aktualisiert 25. September 2026⏱ 3 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Graphen zeichnen

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Student thinking

Stell dir vor, du wirfst einen Basketball in Richtung Korb. Der Ball fliegt nicht in einer geraden Linie, sondern in einem schönen Bogen. Wenn wir diesen Bogen auf einem Blatt Papier genau nachzeichnen wollen, können wir das nicht einfach frei Hand tun – wir müssen genau wissen, wo sich der Ball zu bestimmten Zeitpunkten befindet. Beim Arbeiten mit Wertetabelle berechnen wir Schritt für Schritt einzelne Punkte einer Kurve. Wenn wir genug dieser Punkte haben, können wir sie verbinden und erhalten den exakten Graphen der Funktion. Lass uns anschauen, wie das bei quadratischen Funktionen funktioniert!

Schnellantwort

Beim Arbeiten mit Wertetabelle nutzt du eine übersichtliche Tabelle, um Schritt für Schritt einzelne Punkte einer Kurve zu berechnen. Du setzt verschiedene xx-Werte in eine Funktionsgleichung ein und berechnest die zugehörigen yy-Werte. Diese Wertepaare bilden Punkte im Koordinatensystem, die du anschließend zu einem exakten Graphen (wie beispielsweise einer Parabel) verbinden kannst.

Vorwissen

  • Werte in Terme einsetzen: Man ersetzt die Variable (meistens xx) durch eine konkrete Zahl und rechnet das Ergebnis aus. Beispiel: Setzt man x=3x = 3 in den Term 2⋅x2 \cdot x ein, rechnet man 2⋅3=62 \cdot 3 = 6.
  • Punkte im Koordinatensystem: Ein Punkt P(x∣y)P(x|y) besteht aus einer xx-Koordinate (links/rechts) und einer yy-Koordinate (unten/oben). Beispiel: Für den Punkt P(2∣4)P(2|4) gehst du vom Ursprung aus 22 Schritte nach rechts und 44 Schritte nach oben.

Aufgabentyp 1: Wertetabelle erstellen und Parabel zeichnen

Das Arbeiten mit Wertetabelle ist besonders wichtig, um den Graphen einer quadratischen Funktion zu zeichnen. Eine quadratische Funktion hat oft die Form f(x)=x2f(x) = x^2. Um zu wissen, wie der Graph dieser Funktion aussieht, berechnen wir verschiedene Punkte. Dafür erstellen wir eine Wertetabelle.

Wir wählen verschiedene Zahlen für xx aus (zum Beispiel von −2-2 bis 22) und setzen sie nacheinander in die Funktionsgleichung ein, um den passenden yy-Wert (also f(x)f(x)) zu berechnen.

Schauen wir uns das für f(x)=x2f(x) = x^2 an:

  • Für x=2x = \textcolor{#08BFFF}{2}: Wir rechnen f(2)=22=4f(2) = \textcolor{#08BFFF}{2}^2 = \textcolor{#9570FF}{4}.
  • Für x=−2x = \textcolor{#08BFFF}{-2}: Wir rechnen f(−2)=(−2)2=4f(-2) = (\textcolor{#08BFFF}{-2})^2 = \textcolor{#9570FF}{4}.

Wichtig: Wenn du eine negative Zahl für xx einsetzt und quadrierst, musst du sie in Klammern setzen! Minus mal Minus ergibt Plus.

Wenn wir das für die Zahlen von −2-2 bis 22 machen, können wir die Ergebnisse übersichtlich in eine Tabelle eintragen. Die obere Zeile enthält unsere gewählten xx-Werte, die untere Zeile die berechneten yy-Werte:

x−2−1012f(x)41014\begin{array}{|c|c|c|c|c|c|} \hline x & \textcolor{#08BFFF}{-2} & \textcolor{#08BFFF}{-1} & \textcolor{#08BFFF}{0} & \textcolor{#08BFFF}{1} & \textcolor{#08BFFF}{2} \\ \hline f(x) & \textcolor{#9570FF}{4} & \textcolor{#9570FF}{1} & \textcolor{#9570FF}{0} & \textcolor{#9570FF}{1} & \textcolor{#9570FF}{4} \\ \hline \end{array}

Jede Spalte in unserer Wertetabelle steht für einen Punkt im Koordinatensystem. Der obere Wert ist die xx-Koordinate, der untere Wert ist die yy-Koordinate.

Aus unserer Tabelle können wir also fünf Punkte ablesen: P1(−2∣4)P_1(\textcolor{#08BFFF}{-2}|\textcolor{#9570FF}{4}), P2(−1∣1)P_2(\textcolor{#08BFFF}{-1}|\textcolor{#9570FF}{1}), P3(0∣0)P_3(\textcolor{#08BFFF}{0}|\textcolor{#9570FF}{0}), P4(1∣1)P_4(\textcolor{#08BFFF}{1}|\textcolor{#9570FF}{1}) und P5(2∣4)P_5(\textcolor{#08BFFF}{2}|\textcolor{#9570FF}{4}).

Um den Graphen zu zeichnen, tragen wir diese Punkte in ein Koordinatensystem ein. Da es sich um eine quadratische Funktion handelt, verbinden wir die Punkte nicht mit einem Lineal zu geraden Strichen! Stattdessen zeichnen wir eine gleichmäßige, gebogene Linie durch alle Punkte.

Graph der Normalparabel
Graph der Normalparabel

Diese typische U-Form, die dabei entsteht, nennen wir Parabel.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Setze die vorgegebenen xx-Werte nacheinander in die Funktionsgleichung ein und berechne die zugehörigen yy-Werte. Denke bei negativen Zahlen an die Klammern!
  2. Trage alle xx-Werte und die berechneten yy-Werte übersichtlich in eine Tabelle ein.
  3. Lies die Spalten der Tabelle als Punkte P(x∣y)P(x|y) ab. Trage sie in ein Koordinatensystem ein und verbinde sie schwungvoll zu einer glatten Kurve (Parabel).

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 0

Aufgabe

Fertige für die Funktion f(x)=−0,5x2f(x) = -0{,}5x^2 eine Wertetabelle von x=−2x = -2 bis x=2x = 2 in 1er-Schritten an und zeichne die zugehörige Parabel.

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    x-Werte einsetzen und berechnen

    Wir setzen die xx-Werte von −2-2 bis 22 in die Funktion ein:

    f(−2)=−0,5⋅(−2)2=−0,5⋅4=−2f(-2) = -0{,}5 \cdot (-2)^2 = -0{,}5 \cdot 4 = -2

    f(−1)=−0,5⋅(−1)2=−0,5⋅1=−0,5f(-1) = -0{,}5 \cdot (-1)^2 = -0{,}5 \cdot 1 = -0{,}5

    f(0)=−0,5⋅02=−0,5⋅0=0f(0) = -0{,}5 \cdot 0^2 = -0{,}5 \cdot 0 = 0

    f(1)=−0,5⋅12=−0,5⋅1=−0,5f(1) = -0{,}5 \cdot 1^2 = -0{,}5 \cdot 1 = -0{,}5

    f(2)=−0,5⋅22=−0,5⋅4=−2f(2) = -0{,}5 \cdot 2^2 = -0{,}5 \cdot 4 = -2

  2. Schritt 2
    Wertetabelle ausfüllen

    Wir tragen die berechneten Werte in die Tabelle ein:

    x−2−1012f(x)−2−0,50−0,5−2\begin{array}{|c|c|c|c|c|c|} \hline x & -2 & -1 & 0 & 1 & 2 \\ \hline f(x) & -2 & -0{,}5 & 0 & -0{,}5 & -2 \\ \hline \end{array}

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Punkte einzeichnen und verbinden

    Wir lesen die Punkte aus der Tabelle ab: A(−2∣−2)A(-2|-2), B(−1∣−0,5)B(-1|-0{,}5), C(0∣0)C(0|0), D(1∣−0,5)D(1|-0{,}5) und E(2∣−2)E(2|-2). Wir zeichnen diese in ein Koordinatensystem und verbinden sie zu einer nach unten geöffneten Parabel.

    Nach unten geöffnete Parabel
    Nach unten geöffnete Parabel
Ergebnis:

Die Wertetabelle ist vollständig ausgefüllt und die zugehörige Parabel wurde erfolgreich in das Koordinatensystem gezeichnet.

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Quizfrage 1 zu Arbeiten mit Wertetabelle

Wofür nutzt man beim Arbeiten mit Funktionen eine Wertetabelle?

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Wie trägt man den Punkt P(2∣4)P(2|4) richtig in ein Koordinatensystem ein?

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Wichtige Erkenntnisse

  • Eine Wertetabelle hilft dir, einzelne Punkte eines Graphen zu berechnen. Die obere Zeile zeigt den xx-Wert, die untere den berechneten yy-Wert.
  • Achtung: Wenn du negative Zahlen für xx einsetzt und quadrierst, musst du sie immer in Klammern setzen (z. B. (−3)2=9(-3)^2 = 9).
  • Der Graph einer quadratischen Funktion heißt Parabel. Verbinde die berechneten Punkte immer zu einer glatten, gebogenen Kurve und niemals mit einem Lineal!

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Häufige Fragen

Was ist eine Wertetabelle?

Eine Wertetabelle ist ein mathematisches Hilfsmittel, um einzelne Punkte eines Graphen zu berechnen. In der oberen Zeile stehen die gewählten x-Werte, in der unteren die berechneten y-Werte. Sie hilft dir, Kurven wie Parabeln exakt zu zeichnen.

Wie erstellt man eine Wertetabelle für quadratische Funktionen?

Du wählst verschiedene x-Werte aus (zum Beispiel von -2 bis 2) und setzt sie nacheinander in die Funktionsgleichung ein. Das Ergebnis ist der jeweilige y-Wert. Diese Wertepaare trägst du in die Tabelle ein und liest sie als Punkte für das Koordinatensystem ab.

Warum müssen negative Zahlen beim Quadrieren in Klammern gesetzt werden?

Wenn du eine negative Zahl für x einsetzt und quadrierst, musst du sie in Klammern setzen, da sich das Quadrat auf das Vorzeichen mit auswirkt. Minus mal Minus ergibt Plus. Ohne Klammern würdest du ein falsches, negatives Ergebnis erhalten.

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