Farbe und Spektren einfach erklärt: Licht, RGB & CMY
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Hast du dich schon einmal gefragt, woher die wunderschönen Farben eines Regenbogens kommen, obwohl das Sonnenlicht doch eigentlich weiß aussieht?

Die Antwort ist ein faszinierender Trick der Natur: Weißes Licht ist in Wirklichkeit eine Mischung aus allen Farben, die wir uns vorstellen können! In dieser Lektion zum Thema Farbe und Spektren werden wir das Licht in seine Einzelteile zerlegen. Du wirst lernen, warum Bildschirme und Drucker völlig unterschiedlich funktionieren, um bunte Bilder zu erzeugen, und dass es sogar Licht gibt, das wir gar nicht sehen können.
Schnellantwort
Farbe und Spektren beschreiben die Zusammensetzung von Licht. Weißes Licht besteht aus vielen verschiedenen Spektralfarben. Durch Lichtbrechung (z. B. in einem Prisma) werden diese Farben unterschiedlich stark abgelenkt und als buntes Farbspektrum sichtbar – genau wie bei einem Regenbogen.
Vorwissen
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Lichtbrechung: Wenn Licht von einem durchsichtigen Material (wie Luft) in ein anderes (wie Wasser oder Glas) übergeht, ändert es seine Richtung. Es wird „gebrochen“.
Beispiel: Ein Strohhalm in einem Wasserglas sieht an der Wasseroberfläche so aus, als wäre er abgeknickt.
Aufgabentyp 1: Das Farbspektrum und die Dispersion
Um Farbe und Spektren zu verstehen, müssen wir uns ansehen, wie Licht zerlegt wird. Weißes Licht (wie das der Sonne oder einer Taschenlampe) ist nicht einfach nur weiß. Es besteht aus vielen verschiedenen Farben, den sogenannten Spektralfarben. Wenn all diese Farben zusammen leuchten, sieht unser Auge sie als Weiß.
Aber wie können wir diese versteckten Farben sichtbar machen? Hier kommt die Lichtbrechung ins Spiel. Wenn weißes Licht zum Beispiel in ein Glasprisma oder einen Wassertropfen eindringt, wird es gebrochen (abgelenkt). Der Trick dabei ist: Nicht jede Farbe wird gleich stark gebrochen!
- Rotes Licht wird nur schwach gebrochen.
- Blaues Licht wird sehr stark gebrochen.

Weil die Farben unterschiedlich stark abbiegen, trennen sie sich voneinander. Aus dem weißen Lichtstrahl wird ein aufgefächertes, buntes Band: das Farbspektrum. Genau das passiert bei einem Regenbogen, wenn Sonnenlicht durch Millionen kleiner Regentropfen fällt.
Die Spektralanalyse: Wissenschaftler nutzen dieses Spektrum sogar, um herauszufinden, woraus leuchtende Sterne bestehen. Wenn man das Licht eines Sterns zerlegt, fehlen manchmal winzige Streifen im bunten Spektrum (wie Lücken). Diese Lücken sind wie ein einzigartiger Strichcode, der verrät, welche chemischen Stoffe in dem Stern vorhanden sind.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So kannst du ein Spektrum selbst erzeugen:
- Lege einen Spiegel schräg in eine Wasserschale.
- Dunkle den Raum etwas ab.
- Leuchte mit der Taschenlampe auf den Spiegel unter Wasser.
- Fange das reflektierte Licht mit einem weißen Blatt Papier auf.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Einen Regenbogen selbst erzeugen. Wir zerlegen weißes Licht mit Wasser in seine Spektralfarben, genau wie bei einem echten Regenbogen. Materialien: Eine flache Schale mit Wasser, ein kleiner Spiegel, eine Taschenlampe, ein weißes Blatt Papier.

- Schritt 1Spiegel platzieren
Lege den Spiegel schräg in die Wasserschale, sodass er sich an den Rand anlehnt.
- Schritt 2Raum abdunkeln
Dunkle den Raum etwas ab.
- Schritt 3Lichtquelle ausrichten
Leuchte mit der Taschenlampe genau auf die Stelle des Spiegels, die unter Wasser ist.
- Schritt 4 · ErgebnisSpektrum auffangen
Halte das weiße Blatt Papier vor die Schale, um das reflektierte Licht aufzufangen. Bewege das Papier langsam hin und her, bis du ein klares Bild siehst.
Auf dem weißen Papier erscheint ein buntes Band aus Farben, von Rot über Gelb und Grün bis hin zu Blau und Violett. Das Wasser wirkt wie ein Prisma. Wenn das weiße Licht der Taschenlampe in das Wasser eindringt, wird es gebrochen. Da blaues Licht stärker gebrochen wird als rotes Licht, fächern sich die Farben auf. Der Spiegel wirft diese aufgefächerten Farben dann auf dein Papier.
Quiz zu Farbe und Spektren: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Farbe und Spektren und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Farbe und Spektren
Was passiert bei der sogenannten Lichtbrechung?
Quizfrage 2 zu Farbe und Spektren
Nur mit AccountWodurch zeichnet sich die unsichtbare Infrarotstrahlung aus?
Übungsaufgabe zu Farbe und Spektren
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Unsichtbares Licht (Infrarot und Ultraviolett)
Neben den sichtbaren Farben gibt es bei Farbe und Spektren auch unsichtbare Bereiche. Das bunte Spektrum, das wir sehen können (von Rot bis Violett), ist noch nicht alles. Es gibt Licht, das für das menschliche Auge völlig unsichtbar ist. Es befindet sich direkt neben den sichtbaren Farben.

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Infrarotstrahlung (IR): Dieses unsichtbare Licht schließt sich direkt an das rote Licht an. Wir können es zwar nicht sehen, aber wir können es als Wärme auf unserer Haut spüren. Jeder warme Körper (auch du!) strahlt Infrarotlicht ab. Anwendung: Wärmebildkameras können dieses Licht „sehen“ und so Menschen in völliger Dunkelheit aufspüren. Auch deine Fernbedienung nutzt Infrarotlicht, um mit dem Fernseher zu kommunizieren.
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Ultraviolettstrahlung (UV): Dieses Licht schließt sich an das violette Licht an. Es ist sehr energiereich. Anwendung und Gefahr: Die Sonne sendet viel UV-Licht aus. Weil es so viel Energie hat, kann es unsere Hautzellen schädigen und Sonnenbrand verursachen, wenn wir uns nicht mit Sonnencreme schützen. In der Technik wird UV-Licht oft genutzt, um Geldscheine auf ihre Echtheit zu prüfen, da bestimmte Sicherheitsmerkmale unter UV-Licht hell aufleuchten.
Aufgabentyp 3: Farbwahrnehmung und Farbmischmodelle
Wie wir Farbe und Spektren wahrnehmen und technisch nutzen, erklären zwei wichtige Modelle. Eine erstaunliche Tatsache der Physik ist: Objekte selbst haben eigentlich gar keine Farbe! Farbe ist nur ein Sinneseindruck. Wenn Licht in unser Auge fällt, senden unsere Sehnerven Signale an das Gehirn. Erst unser Gehirn erzeugt daraus das Bild einer „Farbe“.
Weil wir Farben künstlich herstellen wollen (zum Beispiel auf dem Handy oder auf einem Poster), haben Menschen zwei verschiedene Modelle erfunden, um Farben zu mischen:
1. Das RGB-Modell (Additive Farbmischung) Dieses Modell wird bei selbstleuchtenden Geräten wie Fernsehern, Smartphones oder Computermonitoren verwendet. Der Bildschirm ist anfangs schwarz (dunkel). Er mischt Licht in den drei Farben Rot, Grün und Blau (RGB).
- Die Regel: Je mehr Licht man hinzufügt (addiert), desto heller wird es. Wenn rotes, grünes und blaues Licht mit voller Kraft übereinanderstrahlen, sehen wir Weiß.
2. Das CMY-Modell (Subtraktive Farbmischung) Dieses Modell wird für Drucker und Tinte verwendet. Ein Blatt Papier leuchtet nicht selbst, es reflektiert nur das Licht im Raum. Der Drucker startet mit einem weißen Blatt Papier. Er nutzt die Tintenfarben Cyan (Hellblau), Magenta (Pink) und Yellow (Gelb).
- Die Regel: Tinte schluckt (subtrahiert) das Licht. Je mehr Tinte man übereinander druckt, desto mehr Licht wird weggenommen und desto dunkler wird das Bild. Wenn man Cyan, Magenta und Gelb übereinander druckt, wird alles Licht geschluckt und wir sehen Schwarz.

Wichtige Erkenntnisse
- Weißes Licht besteht aus vielen Spektralfarben. Bei der Brechung (z. B. im Prisma) wird blaues Licht stark und rotes Licht schwach abgelenkt, wodurch ein Regenbogen entsteht.
- Infrarot (IR) ist unsichtbare Wärmestrahlung. Ultraviolett (UV) ist unsichtbare, energiereiche Strahlung, die Sonnenbrand verursachen kann.
- Farbe entsteht erst im Gehirn.
- RGB-Modell: Bildschirme mischen rotes, grünes und blaues Licht (alle zusammen ergeben Weiß).
- CMY-Modell: Drucker mischen Cyan, Magenta und Gelb (alle zusammen ergeben Schwarz).
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Häufige Fragen
Was sind Farbe und Spektren?
Farbe und Spektren beschreiben in der Physik, wie das Licht aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt ist. Weißes Sonnenlicht ist in Wirklichkeit eine Mischung aus allen sichtbaren Farben, den sogenannten Spektralfarben. Wenn dieses Licht gebrochen wird, fächert es sich in ein sichtbares Spektrum auf – ganz ähnlich, wie es bei einem natürlichen Regenbogen am Himmel passiert.
Wie entsteht ein Farbspektrum?
Ein Farbspektrum entsteht durch die sogenannte Dispersion, also die Lichtbrechung. Wenn weißes Licht beispielsweise in ein Glasprisma oder einen Wassertropfen eindringt, werden die verschiedenen Farben unterschiedlich stark abgelenkt. Blaues Licht wird sehr stark gebrochen, während rotes Licht nur schwach gebrochen wird. Durch diesen Unterschied trennen sich die Farben voneinander und werden als buntes Band sichtbar.
Was ist der Unterschied zwischen dem RGB- und dem CMY-Modell?
Das RGB-Modell (Rot, Grün, Blau) beschreibt die additive Farbmischung und wird für selbstleuchtende Bildschirme wie Smartphones oder Fernseher verwendet. Hier ergeben alle Farben zusammen Weiß. Das CMY-Modell (Cyan, Magenta, Yellow) ist die subtraktive Farbmischung für Drucker. Das Papier leuchtet nicht selbst, sondern die aufgetragene Tinte schluckt das Licht, sodass alle Farben zusammen Schwarz ergeben.
Was ist Infrarot- und Ultraviolettstrahlung?
Infrarot (IR) und Ultraviolett (UV) sind unsichtbare Teile des Lichtspektrums, die direkt an die sichtbaren Farben angrenzen. Infrarotstrahlung schließt sich an das rote Licht an und wird von uns als Wärme auf der Haut gespürt. Ultraviolettstrahlung schließt sich an das violette Licht an, ist extrem energiereich und kann bei ungeschützter Haut einen Sonnenbrand verursachen.
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