Reflexion und Spiegel einfach erklärt: Gesetze & Beispiele
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Hast du dich schon einmal gewundert, warum eine nasse Straße bei Nacht plötzlich wie ein dunkler Spiegel wirkt und dich blendet? Oder wie die Besatzung eines U-Boots tief unter Wasser sehen kann, was oben an der Oberfläche passiert?

Beide Phänomene haben mit einer der wichtigsten Eigenschaften von Licht zu tun: der Reflexion und Spiegel. In dieser Lektion werden wir entdecken, wie glatte Oberflächen das Licht wie unsichtbare Bälle perfekt abprallen lassen. Du wirst lernen, wie optische Geräte dieses Prinzip nutzen und wie du den Weg des Lichts ganz genau vorhersagen und zeichnen kannst!
Schnellantwort
Die Reflexion beschreibt das Zurückwerfen von Licht an einer Oberfläche. Bei glatten Oberflächen wie einem Spiegel gilt das Reflexionsgesetz: Der Einfallswinkel ist immer exakt genauso groß wie der Reflexionswinkel. Das Licht wird gerichtet abgelenkt, wodurch ein klares Spiegelbild entsteht.
Vorwissen
- Lichtstrahlmodell: Licht breitet sich immer geradlinig aus. Wir stellen es uns als feine, gerade Linien (Strahlen) vor. Beispiel: Das Licht eines Laserpointers wandert als schnurgerader Strahl durch die Luft.
- Streuung (diffuse Reflexion): Raue Oberflächen werfen auftreffendes Licht in alle möglichen Richtungen kreuz und quer zurück. Beispiel: Eine raue Hauswand streut das Sonnenlicht in alle Richtungen, weshalb wir sie von jedem Standpunkt aus sehen können.
Aufgabentyp 1: Praktische Anwendungen der Reflexion
Hast du dich schon einmal gefragt, warum eine nasse Straße nachts so stark spiegelt? Das liegt an der Beschaffenheit der Oberfläche.
Eine trockene Straße ist rau. Wenn das Licht der Autoscheinwerfer darauf trifft, wird es in alle Richtungen abgelenkt. Das nennt man Streuung (oder diffuse Reflexion). Ein Teil des Lichts fällt zurück in das Auge des Fahrers, sodass er die Straße gut sehen kann.
Wenn es regnet, füllt das Wasser die kleinen Unebenheiten der Straße auf. Die Oberfläche wird spiegelglatt. Das Licht wird nun nicht mehr gestreut, sondern in eine einzige Richtung abgelenkt. Das nennt man gerichtete Reflexion. Das Licht spiegelt sich von der Straße weg. Für den Fahrer wirkt die Straße dunkel, aber der Gegenverkehr wird stark geblendet!

Ein weiteres tolles Beispiel für Reflexion ist das Periskop. U-Boote nutzen es, um über die Wasseroberfläche zu schauen. Es besteht aus einem Rohr mit zwei parallelen, schräg gestellten Spiegeln. Das Licht fällt oben ein, wird vom ersten Spiegel nach unten gelenkt und vom zweiten Spiegel direkt in das Auge des Beobachters reflektiert.

Aufgabentyp 2: Das Reflexionsgesetz
Um genau vorherzusagen, wohin das Licht an einer glatten Oberfläche gelenkt wird, nutzen wir das Reflexionsgesetz.
Stell dir vor, ein einfallender Lichtstrahl trifft auf einen Spiegel. Genau an dem Punkt, wo der Strahl auftrifft, zeichnen wir eine Hilfslinie: das Lot. Das Lot steht immer exakt senkrecht (im -Winkel) auf der Spiegeloberfläche.
Der Winkel zwischen dem einfallenden Strahl und dem Lot ist der Einfallswinkel (). Das Licht verlässt den Spiegel als reflektierter Lichtstrahl. Der Winkel zwischen dem Lot und diesem Strahl ist der Reflexionswinkel ().
Das Reflexionsgesetz besagt eine einfache, aber strenge Regel: Der Einfallswinkel ist immer exakt genauso groß wie der Reflexionswinkel. Als Formel:

Außerdem gibt es eine Besonderheit bei Spiegelbildern: Ein Spiegel vertauscht vorne und hinten. Wenn du vor einem Spiegel stehst und mit dem Finger nach vorne (auf den Spiegel) zeigst, zeigt dein Spiegelbild in die entgegengesetzte Richtung (aus dem Spiegel heraus) auf dich zurück. Oft denkt man fälschlicherweise, ein Spiegel vertausche links und rechts, aber es ist tatsächlich die Tiefe, also vorne und hinten, die umgekehrt wird!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Spiegel und einfallenden Strahl zeichnen: Zeichne die Spiegeloberfläche als gerade Linie und den einfallenden Lichtstrahl als Pfeil, der auf den Spiegel trifft.
- Das Lot einzeichnen: Zeichne genau an dem Punkt, wo der Strahl den Spiegel berührt, eine gestrichelte Linie, die senkrecht (im -Winkel) zum Spiegel steht. Das ist das Lot.
- Den Einfallswinkel messen: Miss mit einem Geodreieck den Winkel zwischen dem Lot und dem einfallenden Strahl. Das ist .
- Den reflektierten Strahl zeichnen: Trage denselben Winkel auf der anderen Seite des Lots ab (). Zeichne dort den reflektierten Lichtstrahl als Pfeil, der vom Spiegel wegführt.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Ein Lichtstrahl trifft auf einen flachen Spiegel. Der Winkel zwischen dem Strahl und dem Lot beträgt . Zeichne den reflektierten Strahl und gib an, wie groß der Reflexionswinkel ist.

- Schritt 1 & 2Spiegel, Strahl und Lot identifizieren
Der Spiegel, der einfallende Strahl und das Lot sind bereits gegeben.
- Schritt 3Den Einfallswinkel bestimmen
Der Winkel zwischen dem einfallenden Strahl und dem Lot ist gegeben: .
- Schritt 4 · ErgebnisDen reflektierten Strahl zeichnen
Nach dem Reflexionsgesetz gilt: .
Daher muss der Reflexionswinkel ebenfalls betragen. Wir zeichnen den reflektierten Strahl auf der anderen Seite des Lots im exakt gleichen Winkel.

Reflektierter Lichtstrahl am Spiegel
Der Reflexionswinkel beträgt . Der Strahl verlässt den Spiegel im exakt gleichen Winkel, in dem er aufgetroffen ist. Realitätscheck: Ein Winkel von ist spitzer als ein -Winkel. Wenn du deine Zeichnung überprüfst, sollten beide Strahlen relativ nah am Lot liegen und die Zeichnung muss links und rechts vom Lot perfekt symmetrisch aussehen.
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Quizfrage 1 zu Reflexion und Spiegel
Wie breitet sich Licht laut dem Lichtstrahlmodell aus?
Quizfrage 2 zu Reflexion und Spiegel
Nur mit AccountWie ist das Periskop eines U-Boots aufgebaut?
Übungsaufgabe zu Reflexion und Spiegel
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
- Streuung vs. gerichtete Reflexion: Raue Oberflächen (wie eine trockene Straße) streuen Licht in alle Richtungen. Glatte Oberflächen (wie eine nasse Straße oder ein Spiegel) reflektieren Licht gerichtet.
- Periskop: Nutzt zwei parallele, schräge Spiegel, um Licht um Hindernisse herumzulenken.
- Das Reflexionsgesetz: Der Einfallswinkel () ist immer exakt gleich groß wie der Reflexionswinkel (). Beide Winkel werden immer zum Lot gemessen.
- Spiegelbild: Ein Spiegel vertauscht nicht links und rechts, sondern vorne und hinten.
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Häufige Fragen
Was ist Reflexion bei einem Spiegel?
Die Reflexion ist das Zurückwerfen von Licht an einer Oberfläche. Bei glatten Oberflächen wie einem Spiegel spricht man von gerichteter Reflexion: Das Licht wird nicht gestreut, sondern exakt in eine bestimmte Richtung abgelenkt. So entsteht ein klares Spiegelbild.
Wie lautet das Reflexionsgesetz?
Das Reflexionsgesetz besagt, dass der Einfallswinkel immer exakt genauso groß ist wie der Reflexionswinkel. Als Formel ausgedrückt: α = α'. Beide Winkel werden dabei immer zwischen dem Lichtstrahl und dem Lot (der Senkrechten zur Oberfläche) gemessen.
Was ist der Unterschied zwischen Streuung und gerichteter Reflexion?
Raue Oberflächen werfen das Licht kreuz und quer in alle Richtungen zurück — das nennt man Streuung oder diffuse Reflexion. Glatte Oberflächen wie Wasser oder Spiegel lenken das Licht hingegen in eine einzige Richtung ab, was als gerichtete Reflexion bezeichnet wird.
Vertauscht ein Spiegel links und rechts?
Nein, das ist ein häufiger Irrtum! Ein Spiegel vertauscht nicht links und rechts, sondern vorne und hinten (die Tiefe). Wenn du auf den Spiegel zeigst, zeigt dein Spiegelbild in die entgegengesetzte Richtung aus dem Spiegel heraus auf dich zurück.
Als Nächstes lernen
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