Rechengesetze anwenden einfach erklärt: Tricks für Mathe
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Stell dir vor, du stehst vor einem riesigen Berg von Hausaufgaben und sollst verschiedene Rechengesetze anwenden. Du könntest den langen, anstrengenden Weg nehmen und alles mühsam Schritt für Schritt ausrechnen. Oder du kennst eine geheime Abkürzung, mit der du in der halben Zeit fertig bist!

In der Mathematik gibt es genau solche Abkürzungen. Wir nennen sie Rechengesetze. Sie sind wie Zaubertricks, die aus einer furchtbar schweren Aufgabe eine ganz einfache Kopfrechenaufgabe machen. Lass uns herausfinden, wie du diese Tricks anwenden kannst, um dir das Leben viel leichter zu machen!
Vorwissen
-
Vorzeichenregeln: Wenn du zwei Zahlen mit gleichem Vorzeichen multiplizierst oder dividierst, ist das Ergebnis positiv (+). Bei unterschiedlichen Vorzeichen ist es negativ (-).
Beispiel: und .
-
Klammerregel: Was in einer Klammer steht, wird immer zuerst ausgerechnet.
Beispiel: .
Aufgabentyp 1: Das Vertauschungs- und Verbindungsgesetz
Manchmal sehen Multiplikationen auf den ersten Blick sehr schwer aus. Aber mit zwei einfachen Tricks kannst du sie so umbauen, dass du sie im Kopf lösen kannst.
Trick 1: Das Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz)
Bei einer reinen Multiplikation (nur Mal-Rechnen) darfst du die Zahlen beliebig vertauschen. Das Ergebnis bleibt immer gleich.
Beispiel:
Trick 2: Das Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz)
Wenn du mehrere Zahlen multiplizierst, darfst du selbst entscheiden, welche zwei Zahlen du zuerst verbindest (also in eine Klammer setzt und zuerst ausrechnest).
Beispiel:
Beide Tricks kombinieren
Das Ziel ist es, Zahlen zu finden, die gut zusammenpassen (wie und , oder und ), weil sie glatte Ergebnisse wie , oder ergeben.
Schau dir diese Aufgabe an:
Wenn wir von links nach rechts rechnen, wird es schwer. Aber wir sehen, dass und gut zusammenpassen. Also vertauschen wir zuerst die Zahlen:
Dann verbinden wir die passenden Zahlen mit einer Klammer:
Jetzt rechnen wir die Klammer aus (das ergibt ) und multiplizieren den Rest:
Schon haben wir eine schwere Aufgabe ganz leicht im Kopf gelöst!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Passende Paare suchen: Suche in der Aufgabe nach zwei Zahlen, die multipliziert eine einfache Zahl ergeben (z. B. , , ).
- Vertauschen (Kommutativgesetz): Ändere die Reihenfolge der Zahlen so, dass die passenden Zahlen direkt nebeneinander stehen.
- Verbinden (Assoziativgesetz): Setze Klammern um das passende Paar, um zu zeigen, dass du dies zuerst rechnest.
- Ausrechnen: Berechne zuerst die Klammer und multipliziere das einfache Ergebnis dann mit der restlichen Zahl.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 0
Berechne den folgenden Term geschickt im Kopf, indem du die Rechengesetze anwendest:
- Schritt 1Passende Paare suchen
Wir suchen Zahlen, die gut zusammenpassen. und ergeben zusammen . Die Zahlen und bleiben übrig.
- Schritt 2Vertauschen (Kommutativgesetz)
Wir sortieren die Zahlen so um, dass die passenden Partner nebeneinander stehen:
- Schritt 3Verbinden (Assoziativgesetz)
Wir setzen Klammern, um die Paare zusammenzufassen:
- Schritt 4 · ErgebnisAusrechnen
Wir berechnen zuerst die Werte in den Klammern. Denke daran: Minus mal Minus ergibt Plus!
Jetzt multiplizieren wir die beiden Zwischenergebnisse:
Das Endergebnis ist .
Quiz zu Rechengesetze anwenden: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Rechengesetze anwenden und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Rechengesetze anwenden
Welches Ergebnis liefert die Rechnung nach den Vorzeichenregeln?
Quizfrage 2 zu Rechengesetze anwenden
Nur mit AccountWie wird die Aufgabe durch das Vertauschungsgesetz umgestellt, damit die passenden Zahlen ganz vorne stehen?
Übungsaufgabe zu Rechengesetze anwenden
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Das Verteilungsgesetz (Distributivgesetz)
Das Verteilungsgesetz (Distributivgesetz) hilft uns, wenn Multiplikation (oder Division) auf Addition oder Subtraktion trifft. Es gibt uns zwei geniale Tricks für das Kopfrechnen.
Trick 1: Gemeinsame Zahlen ausklammern
Wenn in einer langen Plus- oder Minusaufgabe dieselbe Zahl zweimal multipliziert (oder dividiert) wird, können wir sie "ausklammern". Wir ziehen sie vor eine Klammer und rechnen den Rest zuerst.
Schau dir das an:
Die kommt in beiden Teilen vor! Wir schreiben sie nur einmal auf und setzen den Rest in eine Klammer:
Jetzt rechnen wir zuerst die Klammer aus: .
Die Aufgabe wird zu: . Viel einfacher, oder?
Das funktioniert auch beim Geteilt-Rechnen:
Trick 2: Zahlen schlau zerlegen
Manchmal ist eine Zahl sehr nah an einer glatten Zahl (wie , oder ). Dann können wir sie zerlegen, um leichter zu rechnen.
Beispiel:
Die ist fast . Wir schreiben sie als :
Jetzt verteilen wir die auf beide Zahlen in der Klammer:
Das können wir im Kopf: .
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gemeinsame Zahl finden: Suche in der Aufgabe nach der Zahl, die in beiden Teilen der Rechnung vorkommt (der gemeinsame Faktor oder Teiler).
- Ausklammern (Distributivgesetz): Schreibe die gemeinsame Zahl einmal vor (oder hinter) eine Klammer. Schreibe die restlichen Zahlen mit ihrem Plus- oder Minuszeichen in die Klammer.
- Klammer berechnen: Rechne zuerst das Ergebnis in der Klammer aus.
- Multiplizieren oder Dividieren: Rechne das Ergebnis der Klammer mit der ausgeklammerten Zahl zusammen.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 0
Berechne den folgenden Term vorteilhaft durch Ausklammern:
- Schritt 1Gemeinsame Zahl finden
Wir sehen, dass die Zahl in beiden Teilen der Aufgabe als Faktor vorkommt.
- Schritt 2Ausklammern
Wir ziehen die aus der Rechnung heraus und schreiben den Rest in eine Klammer. Achte genau auf die Vorzeichen!
- Schritt 3Klammer berechnen
Wir vereinfachen die Klammer. Wenn man eine negative Zahl abzieht, ist das wie Plus-Rechnen (Minus und Minus ergibt Plus):
- Schritt 4 · ErgebnisMultiplizieren
Jetzt multiplizieren wir das Ergebnis der Klammer mit der :
Das Endergebnis ist .
Beispiel 1
Berechne den folgenden Term vorteilhaft, indem du eine Zahl schlau zerlegst:
- Schritt 1Zahl zerlegen
Die Zahl ist sehr nah an der . Wir schreiben sie als Differenz um:
Die Aufgabe lautet nun:
- Schritt 2Verteilungsgesetz anwenden
Wir multiplizieren die mit beiden Zahlen in der Klammer:
- Schritt 3 · ErgebnisAusrechnen
Wir berechnen die beiden einfachen Mal-Aufgaben und ziehen sie voneinander ab:
Das Endergebnis ist .
Wichtige Erkenntnisse
- Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz): Bei reinen Mal-Aufgaben darfst du die Zahlen beliebig vertauschen ().
- Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz): Du darfst Klammern setzen, um passende Zahlen zuerst zu berechnen.
- Verteilungsgesetz (Distributivgesetz): Kommt eine Zahl in einer Plus- oder Minusaufgabe doppelt als Faktor vor, kannst du sie ausklammern. Ist eine Zahl nah an der , kannst du sie zerlegen.
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Häufige Fragen
Was sind Rechengesetze?
Rechengesetze sind mathematische Regeln, die dir helfen, Terme zu vereinfachen und Aufgaben leichter im Kopf zu lösen. Zu den wichtigsten gehören das Kommutativgesetz (Vertauschungsgesetz), das Assoziativgesetz (Verbindungsgesetz) und das Distributivgesetz (Verteilungsgesetz).
Wie wendest du das Kommutativgesetz an?
Das Kommutativgesetz (Vertauschungsgesetz) besagt, dass du bei reinen Additions- oder Multiplikationsaufgaben die Zahlen beliebig vertauschen darfst. Das Ergebnis bleibt gleich. Zum Beispiel ist 5 · (-2) dasselbe wie (-2) · 5.
Was ist der Unterschied zwischen Assoziativgesetz und Distributivgesetz?
Das Assoziativgesetz erlaubt dir, bei reinen Mal- oder Plus-Aufgaben Klammern beliebig zu setzen, um Zahlen zu verbinden. Das Distributivgesetz (Verteilungsgesetz) nutzt du, wenn Multiplikation auf Addition oder Subtraktion trifft. Es hilft dir, gemeinsame Zahlen auszuklammern oder schlau zu zerlegen.
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