Rechengesetze anwenden einfach erklärt: Tricks für Mathe

Lerne, wie du Rechengesetze anwenden kannst, um dir das Rechnen zu erleichtern. Kommutativgesetz, Assoziativgesetz und Distributivgesetz einfach erklärt!

📅 Aktualisiert 22. September 2026⏱ 5 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Rechengesetze anwenden einfach erklärt: Tricks für Mathe

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Student thinking

Stell dir vor, du stehst vor einem riesigen Berg von Hausaufgaben und sollst verschiedene Rechengesetze anwenden. Du könntest den langen, anstrengenden Weg nehmen und alles mühsam Schritt für Schritt ausrechnen. Oder du kennst eine geheime Abkürzung, mit der du in der halben Zeit fertig bist!

Schüler vor Hausaufgabenberg
Schüler vor Hausaufgabenberg

In der Mathematik gibt es genau solche Abkürzungen. Wir nennen sie Rechengesetze. Sie sind wie Zaubertricks, die aus einer furchtbar schweren Aufgabe eine ganz einfache Kopfrechenaufgabe machen. Lass uns herausfinden, wie du diese Tricks anwenden kannst, um dir das Leben viel leichter zu machen!

Vorwissen

  • Vorzeichenregeln: Wenn du zwei Zahlen mit gleichem Vorzeichen multiplizierst oder dividierst, ist das Ergebnis positiv (+). Bei unterschiedlichen Vorzeichen ist es negativ (-).

    Beispiel: (−3)⋅(−4)=12(-3) \cdot (-4) = 12 und 15:(−3)=−515 : (-3) = -5.

  • Klammerregel: Was in einer Klammer steht, wird immer zuerst ausgerechnet.

    Beispiel: 5⋅(2+3)=5⋅5=255 \cdot (2 + 3) = 5 \cdot 5 = 25.

Aufgabentyp 1: Das Vertauschungs- und Verbindungsgesetz

Manchmal sehen Multiplikationen auf den ersten Blick sehr schwer aus. Aber mit zwei einfachen Tricks kannst du sie so umbauen, dass du sie im Kopf lösen kannst.

Trick 1: Das Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz)

Bei einer reinen Multiplikation (nur Mal-Rechnen) darfst du die Zahlen beliebig vertauschen. Das Ergebnis bleibt immer gleich.

Beispiel: 5⋅(−2)=(−2)⋅5=−10\textcolor{#08BFFF}{5} \cdot \textcolor{#9570FF}{(-2)} = \textcolor{#9570FF}{(-2)} \cdot \textcolor{#08BFFF}{5} = -10

Trick 2: Das Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz)

Wenn du mehrere Zahlen multiplizierst, darfst du selbst entscheiden, welche zwei Zahlen du zuerst verbindest (also in eine Klammer setzt und zuerst ausrechnest).

Beispiel: (2⋅5)⋅7=10⋅7=70(\textcolor{#08BFFF}{2 \cdot 5}) \cdot 7 = \textcolor{#08BFFF}{10} \cdot 7 = 70

Beide Tricks kombinieren

Das Ziel ist es, Zahlen zu finden, die gut zusammenpassen (wie 22 und 5050, oder 2525 und 44), weil sie glatte Ergebnisse wie 1010, 100100 oder 10001000 ergeben.

Schau dir diese Aufgabe an: 25⋅(−13)⋅(−4)25 \cdot (-13) \cdot (-4)

Wenn wir von links nach rechts rechnen, wird es schwer. Aber wir sehen, dass 2525 und (−4)(-4) gut zusammenpassen. Also vertauschen wir zuerst die Zahlen:

25⋅(−4)⋅(−13)25 \cdot \textcolor{#08BFFF}{(-4)} \cdot \textcolor{#08BFFF}{(-13)}

Dann verbinden wir die passenden Zahlen mit einer Klammer:

(25⋅(−4))⋅(−13)(\textcolor{#08BFFF}{25 \cdot (-4)}) \cdot (-13)

Jetzt rechnen wir die Klammer aus (das ergibt −100-100) und multiplizieren den Rest:

−100⋅(−13)=1300-100 \cdot (-13) = 1300

Schon haben wir eine schwere Aufgabe ganz leicht im Kopf gelöst!

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Passende Paare suchen: Suche in der Aufgabe nach zwei Zahlen, die multipliziert eine einfache Zahl ergeben (z. B. 1010, 100100, −100-100).
  2. Vertauschen (Kommutativgesetz): Ändere die Reihenfolge der Zahlen so, dass die passenden Zahlen direkt nebeneinander stehen.
  3. Verbinden (Assoziativgesetz): Setze Klammern um das passende Paar, um zu zeigen, dass du dies zuerst rechnest.
  4. Ausrechnen: Berechne zuerst die Klammer und multipliziere das einfache Ergebnis dann mit der restlichen Zahl.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 0

Aufgabe

Berechne den folgenden Term geschickt im Kopf, indem du die Rechengesetze anwendest:

(−2)⋅73⋅(−50)⋅2(-2) \cdot 73 \cdot (-50) \cdot 2

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Passende Paare suchen

    Wir suchen Zahlen, die gut zusammenpassen. (−2)(-2) und (−50)(-50) ergeben zusammen 100100. Die Zahlen 7373 und 22 bleiben übrig.

  2. Schritt 2
    Vertauschen (Kommutativgesetz)

    Wir sortieren die Zahlen so um, dass die passenden Partner nebeneinander stehen:

    (−2)⋅(−50)⋅73⋅2(-2) \cdot (-50) \cdot 73 \cdot 2

  3. Schritt 3
    Verbinden (Assoziativgesetz)

    Wir setzen Klammern, um die Paare zusammenzufassen:

    ((−2)⋅(−50))⋅(73⋅2)((-2) \cdot (-50)) \cdot (73 \cdot 2)

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Ausrechnen

    Wir berechnen zuerst die Werte in den Klammern. Denke daran: Minus mal Minus ergibt Plus!

    (−2)⋅(−50)=100(-2) \cdot (-50) = 100

    73⋅2=14673 \cdot 2 = 146

    Jetzt multiplizieren wir die beiden Zwischenergebnisse:

    100⋅146=14600100 \cdot 146 = 14600

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 1460014600.

Quiz zu Rechengesetze anwenden: Teste dein Wissen

Löse eine kostenlose Quizfrage zu Rechengesetze anwenden und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.

Quizfrage 1 zu Rechengesetze anwenden

Welches Ergebnis liefert die Rechnung (−3)⋅(−4)(-3) \cdot (-4) nach den Vorzeichenregeln?

Quizfrage 2 zu Rechengesetze anwenden

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Wie wird die Aufgabe 25⋅(−13)⋅(−4)25 \cdot (-13) \cdot (-4) durch das Vertauschungsgesetz umgestellt, damit die passenden Zahlen ganz vorne stehen?

Quizfrage 2 zu Rechengesetze anwenden ist nur mit einem kostenlosen Account verfügbar.

Übungsaufgabe zu Rechengesetze anwenden

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Aufgabentyp 2: Das Verteilungsgesetz (Distributivgesetz)

Das Verteilungsgesetz (Distributivgesetz) hilft uns, wenn Multiplikation (oder Division) auf Addition oder Subtraktion trifft. Es gibt uns zwei geniale Tricks für das Kopfrechnen.

Trick 1: Gemeinsame Zahlen ausklammern

Wenn in einer langen Plus- oder Minusaufgabe dieselbe Zahl zweimal multipliziert (oder dividiert) wird, können wir sie "ausklammern". Wir ziehen sie vor eine Klammer und rechnen den Rest zuerst.

Schau dir das an: −17⋅58+42⋅(−17)\textcolor{#08BFFF}{-17} \cdot 58 + 42 \cdot \textcolor{#08BFFF}{(-17)}

Die −17\textcolor{#08BFFF}{-17} kommt in beiden Teilen vor! Wir schreiben sie nur einmal auf und setzen den Rest in eine Klammer:

−17⋅(58+42)\textcolor{#08BFFF}{-17} \cdot (58 + 42)

Jetzt rechnen wir zuerst die Klammer aus: 58+42=10058 + 42 = 100.

Die Aufgabe wird zu: −17⋅100=−1700-17 \cdot 100 = -1700. Viel einfacher, oder?

Das funktioniert auch beim Geteilt-Rechnen:

36:12−72:12=(36−72):12=−36:12=−336 : \textcolor{#08BFFF}{12} - 72 : \textcolor{#08BFFF}{12} = (36 - 72) : \textcolor{#08BFFF}{12} = -36 : 12 = -3

Trick 2: Zahlen schlau zerlegen

Manchmal ist eine Zahl sehr nah an einer glatten Zahl (wie 1010, 100100 oder 10001000). Dann können wir sie zerlegen, um leichter zu rechnen.

Beispiel: 25⋅9825 \cdot \textcolor{#9570FF}{98}

Die 9898 ist fast 100100. Wir schreiben sie als (100−2)(\textcolor{#9570FF}{100 - 2}):

25⋅(100−2)25 \cdot (\textcolor{#9570FF}{100 - 2})

Jetzt verteilen wir die 2525 auf beide Zahlen in der Klammer:

25⋅100−25⋅225 \cdot 100 - 25 \cdot 2

Das können wir im Kopf: 2500−50=24502500 - 50 = 2450.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Gemeinsame Zahl finden: Suche in der Aufgabe nach der Zahl, die in beiden Teilen der Rechnung vorkommt (der gemeinsame Faktor oder Teiler).
  2. Ausklammern (Distributivgesetz): Schreibe die gemeinsame Zahl einmal vor (oder hinter) eine Klammer. Schreibe die restlichen Zahlen mit ihrem Plus- oder Minuszeichen in die Klammer.
  3. Klammer berechnen: Rechne zuerst das Ergebnis in der Klammer aus.
  4. Multiplizieren oder Dividieren: Rechne das Ergebnis der Klammer mit der ausgeklammerten Zahl zusammen.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 0

Aufgabe

Berechne den folgenden Term vorteilhaft durch Ausklammern:

−27⋅15−(−47)⋅15-27 \cdot 15 - (-47) \cdot 15

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Gemeinsame Zahl finden

    Wir sehen, dass die Zahl 1515 in beiden Teilen der Aufgabe als Faktor vorkommt.

  2. Schritt 2
    Ausklammern

    Wir ziehen die 1515 aus der Rechnung heraus und schreiben den Rest in eine Klammer. Achte genau auf die Vorzeichen!

    (−27−(−47))⋅15(-27 - (-47)) \cdot 15

  3. Schritt 3
    Klammer berechnen

    Wir vereinfachen die Klammer. Wenn man eine negative Zahl abzieht, ist das wie Plus-Rechnen (Minus und Minus ergibt Plus):

    −27+47=20-27 + 47 = 20

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Multiplizieren

    Jetzt multiplizieren wir das Ergebnis der Klammer mit der 1515:

    20⋅15=30020 \cdot 15 = 300

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 300300.

Beispiel 1

Aufgabe

Berechne den folgenden Term vorteilhaft, indem du eine Zahl schlau zerlegst:

15⋅9915 \cdot 99

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Zahl zerlegen

    Die Zahl 9999 ist sehr nah an der 100100. Wir schreiben sie als Differenz um:

    99=100−199 = 100 - 1

    Die Aufgabe lautet nun:

    15⋅(100−1)15 \cdot (100 - 1)

  2. Schritt 2
    Verteilungsgesetz anwenden

    Wir multiplizieren die 1515 mit beiden Zahlen in der Klammer:

    15⋅100−15⋅115 \cdot 100 - 15 \cdot 1

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Ausrechnen

    Wir berechnen die beiden einfachen Mal-Aufgaben und ziehen sie voneinander ab:

    1500−15=14851500 - 15 = 1485

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 14851485.

Wichtige Erkenntnisse

  • Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz): Bei reinen Mal-Aufgaben darfst du die Zahlen beliebig vertauschen (a⋅b=b⋅aa \cdot b = b \cdot a).
  • Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz): Du darfst Klammern setzen, um passende Zahlen zuerst zu berechnen.
  • Verteilungsgesetz (Distributivgesetz): Kommt eine Zahl in einer Plus- oder Minusaufgabe doppelt als Faktor vor, kannst du sie ausklammern. Ist eine Zahl nah an der 100100, kannst du sie zerlegen.

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Häufige Fragen

Was sind Rechengesetze?

Rechengesetze sind mathematische Regeln, die dir helfen, Terme zu vereinfachen und Aufgaben leichter im Kopf zu lösen. Zu den wichtigsten gehören das Kommutativgesetz (Vertauschungsgesetz), das Assoziativgesetz (Verbindungsgesetz) und das Distributivgesetz (Verteilungsgesetz).

Wie wendest du das Kommutativgesetz an?

Das Kommutativgesetz (Vertauschungsgesetz) besagt, dass du bei reinen Additions- oder Multiplikationsaufgaben die Zahlen beliebig vertauschen darfst. Das Ergebnis bleibt gleich. Zum Beispiel ist 5 · (-2) dasselbe wie (-2) · 5.

Was ist der Unterschied zwischen Assoziativgesetz und Distributivgesetz?

Das Assoziativgesetz erlaubt dir, bei reinen Mal- oder Plus-Aufgaben Klammern beliebig zu setzen, um Zahlen zu verbinden. Das Distributivgesetz (Verteilungsgesetz) nutzt du, wenn Multiplikation auf Addition oder Subtraktion trifft. Es hilft dir, gemeinsame Zahlen auszuklammern oder schlau zu zerlegen.

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